Android längst nicht offen: Google macht Herstellern strikte Vorgaben

| 18:45 Uhr | 0 Kommentare

Google schreibt seinen Android Vertragspartnern ein klares Verfahren im Umgang mit Android vor. Eine dieser Lizenzvereinbarungen ist nun an die Öffentlichkeit geraten. Und zwar handelt es sich um ein Schriftstück aus dem Jahr 2011, das einige Details von Googles rigider Lizenzpolitik ans Licht bringt.

Vereinbarung Android Samsung

Das Dokument stammt aus dem Januar 2011, kurze Zeit vor der Veröffentlichung von Android 3.0, und zeigt den Vertrag mit den Android Erstausrüstern Samsung und HTC.

Im Prinzip besteht es aus Bedingungen, die die Hersteller erfüllen müssen, um eine Lizenz für die zahlreichen Google-Apps und das Betriebssystem zu erhalten. Zu den Apps zählt ein Gesamtpaket aus Programmen wie Gmail, Google Talk, YouTube, Google Maps for Mobile, Google Street View, Google Voice Search und viele weitere.

Eine wesentliche Lizenzbedingung besteht darin, dass der Lizenznehmer das Gesamtpaket verwendet – ohne an einzelnen Teilen irgendwelche Veränderungen vorzunehmen. Im Endeffekt bedeutet das, dass der Käufer jedes Android-Gerätes immer alle Google Apps auf seinem Smartphone vorinstalliert findet.

Galaxy-Note-5

Eine weitere Bedingung schreibt wichtige Designmerkmale der Nutzeroberfläche vor. Bestimmte Elemente müssen in einer bestimmten Weise zugänglich sein. Beispielsweise darf die Google Phone Suchoption und der Android Market niemals weiter als einen Schritt vom Home Screen entfernt sein.

Außerdem verbietet das Dokument jegliche Überarbeitung des Android-Grundsystems und es schreibt vor, dass die Erstausrüster für Google-Software kein Entgelt verlangen dürfen.

Google behält sich darüber hinaus auch eine Kontrolle über den Zugang zu Inhalten des Softwareangebots vor, das länderspezifisch gesteuert werden kann. Damit wird verhindert, dass die Software über andere Kanäle, wie etwa Amazon, angeboten werden könnte.

Darüber hinaus werden die Vertragspartner zu regelmäßigen Berichten über die Zahl der verkauften Geräte verpflichtet.

Die von Benjamin Edelman veröffentlichte Lizenzvereinbarung bietet einen unglaublich interessanten Einblick in die Geschäftspraktiken des Internet-Giganten Google. Es zeigt, wie der Konzern die Verbreitung von Android steuert und damit für einen fortdauernden Erfolg des Betriebssystems sorgt. Dass das Dokument nun an die Öffentlichkeit gelangt ist, ist ein kleines Wunder, für den Blick der Nutzer war es zumindest ursprünglich nicht vorgesehen.

Kategorie: iPhone

Tags: , ,

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

iPhone X bestellen

Hier informieren

iPhone X bei der Telekom
iPhone X bei Vodafone
iPhone X bei o2

JETZT: iPhone X bestellen