Werbepartner kritisieren Apple für mangelnde Herausgabe von Nutzerdaten

| 11:05 Uhr | 3 Kommentare

Apple tendiere dazu, die mit Hilfe der eigenen Dienste gewonnenen Nutzerdaten für sich zu behalten, wie das Magazin AdAge berichtete. Zudem würde der iPhone-Hersteller sich bei der Entwicklung von Werbeanzeigen überaus viel Zeit lassen. Beide Eigenschaften wirken sich AdAge zufolge negativ auf das Geschäftsklima mit möglichen Partnerunternehmen aus. Eigentlich Schizophren, Apple geht sensibel mit den Nutzerdaten um und wird gleichzeitig von der Werbeindustrie kritisiert.

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Insgesamt scheint Apple das Werbegeschäft ein wenig zu vernachlässigen, wenn man den Aussagen von AdAge Glauben schenken möchte. Das erst 2010 eingeführte iAd-Programm verfolge keine klare Gewinnstrategie und es fehlten ihm auch genügend Fachkräfte, um es zielbewusst auf die Beine bringen zu können.

Vielleicht liegt der mangelnde Erfolg einfach am Konzept. Denn die Gründungsidee 2010 verfolgte lediglich das Ziel, Entwicklern von iOS-Software die Möglichkeit von Werbeeinnahmen zu geben. Doch allzu große Begeisterung hatte das Programm unter der Entwicklergemeinde nicht hervorgerufen. Insofern sei laut AdAge die eher nüchterne Bilanz keine wirkliche Überraschung.

Erst seit dem Start von iTunes Radio und den damit einhergehenden Verträgen mit neuen Werbepartnern legt Apple mehr Gewicht auf iAd und hat den Dienst ein wenig überarbeitet. Eben diese Werbepartner würden Apple allerdings für seine Informationspolitik kritisieren, da Apple den kompletten Kommunikationsweg zwischen Werbeanzeige und potenziellem Kunden kontrolliert und die daraus gewonnenen Nutzerdaten offenbar für sich behält.

Im letzten Jahr hatte der Konzern allein in den USA insgesamt 258 Millionen Dollar mit seinen iOS-Werbemaßnahmen eingenommen. Im Vergleich zu den Summen, die beispielsweise Google (4 Milliarden Dollar) oder Facebook (1,5 Milliarden) generiert, sind die Einnahmen Apples eher marginal. Die Hoffnung der Apple-Werbepartner liegt jetzt vor allem darin, dass das iTunes-Geschäft in Zukunft an Fahrt gewinnt.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • MichiS

    Wenn das nur jeder so machen würde

    19. Feb 2014 | 16:30 Uhr | Kommentieren
  • itom

    genau,thatsright

    19. Feb 2014 | 17:46 Uhr | Kommentieren
  • Fe

    Mit Kundendaten kann man gar nicht sensibel genug umgehen!

    20. Feb 2014 | 16:28 Uhr | Kommentieren

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