Google sollte die schmutzige Arbeit für Samsung im Kampf gegen Apple machen

| 8:25 Uhr | 5 Kommentare

Der aktuelle Patentstreit zwischen Apple und Samsung hat ein weiteres Detail ans Licht gebracht, das einerseits den großen Stellenwert unterstreicht, dem Samsung der Kampf gegen Apple bedeutet, und das andererseits die taktischen Überlegungen des Technologiekonzerns in der Auseinandersetzung mit seinem Hauptkonkurrenten Apple demonstriert.

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Wie neue Dokumente zeigen, scheute sich Samsung, in einer eigenen Werbekampagne direkt auf den iPhone-Hersteller los zu gehen und schob seine Hoffnungen auf den Partner Google. Google sollte die „schmutzige“ Arbeit machen und Samsung die Blamage ersparen, seinen Vertragspartner Apple anzugreifen.

In einer Email von Samsungs US-Unternehmenschef Dale Sohn an dessen Marketingleiter ist zu lesen: „… wir sind unfähig, [Apple] direkt in unserer Werbung zu attackieren. Wenn es also bei Samsungs Position bleibt, Apple als einen [unserer] Großkunden nicht anzugreifen, können wir uns an Google wenden und nachfragen, ob sie nicht eine Kampagne gegen Apple starten können? Als Basis dienen die vielfach besseren Android Produkte, die im vierten Quartal auf dem Markt sind.“

Die anstehende Veröffentlichung des iPhone 5 wertete Sohn laut The Verge im Sommer 2012 als einen Tsunami: „Es ist klar, das iPhone 5 wird wie ein Tsunami einschlagen.“ Sohn erwartete dieses Ereignis für den September oder Oktober 2012 und plante eine Gegenkampagne, um die Folgen dieses Wirbelsturms möglichst „zu neutralisieren“.

Am Ende konnte Samsung der Versuchung also nicht widerstehen verfiel auf die Idee, sich per Werbeanzeige über Apples Kunden lustig zu machen. Die Reaktion Apples wurde in dem aktuellen Prozess auch schon dokumentiert: Der Senior Marketing Vizepräsident Phil Schiller war über die Kampagne Samsungs so bestürzt, dass er in Erwägung zog, die eigene Marketingagentur zu wechseln und eine neue Gegenstrategie einzuschlagen.

5 Kommentare

  • Subjekt 0817

    Hahahahaha. Das ist ja einfach nur noch lachhaft. Samsung’s Verhalten erinnert an das von beleidigten, neidischen Primaten. Auf dicken machen aber nachher den auf gut deutsch gesagt „Schwanz“ einklemmen und wen anders vorschicken.

    16. Apr 2014 | 10:49 Uhr | Kommentieren
  • Carsten

    Dabei sind sie alle voneinander abhängig, sind gleichzeitig Freund und Feind und wechseln die Koalitionen, wie andere ihre Unterhosen.

    16. Apr 2014 | 11:21 Uhr | Kommentieren
  • Alexander

    Wie auf dem Schulhof: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

    16. Apr 2014 | 12:24 Uhr | Kommentieren
  • Ray

    Die Werbekampagne, in der Samsung Apple-Kunden angreift, war wirklich mehr als nur dumm. Wie kann man erwarten, dass jemand nur weil ich ihn als Dumm bezeichne, zu meinen Produkten wechselt. Eher ziehe ich so den Hass auf mich und werden von diesen Menschen zum Teufel gewünscht. Das war mehr als nur ein Eigentor… und dazu noch unbeholfener, als ein gedemütigtes Kleinkind, das sich nicht wehren kann.
    Was in diesem Verfahren jetzt ans Tageslicht kommt, zeigt eigentlich nur, dass Samsung weiss, dass sie mit den Galaxys gegen das iPhone kaum eine Chance haben. Aber anstatt sich darauf zu besinnen und das zu tun, was in diesem Fall das richtige wäre: Ein EIGENES Konkurrenzprodukt mit neuer Marke auf den Markt zu bringen.
    Android ist schön und gut. Aber das iPhone ist nicht wegen dem Apfel das beste Smartphone, sondern wegen der konsequenten Linie und dem maßgeschneiderten OS. DA muss Samsung angreifen und weg von Android gehen. Wenn man da richtig ranklotzt, kann man mit dem iPhone gleich ziehen. ABER: kopieren und ein fragmentiertes MassenOS ist eben billiger.

    16. Apr 2014 | 12:26 Uhr | Kommentieren
  • Joe

    Ich frage mich, was von Samsung noch alles ans Tageslicht kommen muss, bis auch der Letzte die Machenschaften nicht mehr verleugnen kann und will.

    16. Apr 2014 | 13:32 Uhr | Kommentieren

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