Apple erhält Navi-Patent mit Crowdsourcing-Funktionen

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Die US-Patentbehörde hat Apple am Dienstag ein Patent auf ein neues Navigationssystem ausgestellt, das in Echtzeit Verkehrsdaten vernetzter Smartphones auswertet und so die bestmöglichen Reisewege auswählt.

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Das System soll akkuratere Infos liefern als herkömmliche Analysemethoden. Es setzt auf GPS und Beschleunigungsmessgerät und erfasst damit primär die Zeiten, in denen sich der Fahrer bewegt und in denen das Fahrzeug etwa an Straßenkreuzungen zum Stillstand kommt.

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Die erfassten Daten werden kontinuierlich an einen zentralen Server gesendet, der sie auswertet und für zukünftige Operationen speichert. Die Daten können aber auch auf den einzelnen verbundenen Geräten gespeichert und später an den Server gesendet werden.

Im Endeffekt entsteht durch die Zeitabstände aus Bewegung und Stillstand ein Muster des gewählten Reiseweges, der mit anderen verglichen werden kann, sodass der nächste Nutzer, der den gleichen Weg fährt, günstigere Routen angeboten bekommt.

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Als weitere Möglichkeit der Datenerfassung bietet das Patent die Möglichkeit, Daten von Geräten, die sich am gleichen Ort auf der Strecke befinden, zu vernetzen und somit das erwünschte Bewegungsmuster aufzuzeichnen.

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So viel zur Datenerfassung. Eine Rückmeldung erhält der Nutzer per Navigationsapps wie Apple Maps, welche dann Haltezeichen, Ampeln und andere „Hindernisse“ auf der Reise in Echtzeit anzeigen kann. So sieht der einzelne Nutzer dann beispielsweise, wie lang er an einer bestimmten Kreuzung bis zur Weiterfahrt warten muss.

Ob Apple das Patent in nächster Zukunft in seine Kartenapp integrieren wird oder nicht, lässt sich momentan noch nicht sagen. Das Upgrade auf iOS 8 ist für solche Operationen jedenfalls noch nicht geeignet. Konkurrent Google verfügt seit der Übernahme von Waze im letzten Jahr über eine vergleichbare Technik.

Das 2012 eingereichte Patent erhielt die Nummer 8793062, es nennt Jorge S. Fino als seinen Erfinder. (via)

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