Immobilienexperte trickste Jobs beim Bau des New Yorker Apple Store aus

| 17:11 Uhr | 0 Kommentare

Apples Verkaufszentrum an der Fifth Avenue in New York sollte nach Plänen von Apple-Gründer Steve Jobs größer ausfallen als es tatsächlich geworden ist.

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Das neue Buch „The Liar’s Ball“ mit dem schönen Untertitel „The Extraordinary Saga of How One Building Broke the World’s Toughest Tycoons“ erzählt die Geschichte des Immobilienhändlers George Macklowe. Er war derjenige, der das Projekt an der Fifth Avenue mit Apple ins Rollen brachte.

Zunächst konnte er Apples früheren stellvertretenden Geschäftsführer für Immobilien, George Blankenship, überzeugen, ein Teffen mit Jobs zu organisieren. Darauf hin musste sich Jobs von ihm auch noch über die Bauweise des Stores belehren lassen.

Immobilienguru gegen Apple-Chef

Macklowe wollte das Gebäude auf eine Höhe von zehn Metern begrenzen, Jobs hingegen sprach sich für gut zwölf Meter aus. Macklowe drängte darauf, dass es direkt an den Fußgängerweg angrenzt, Jobs hingegen, dass es die Mitte des Platzes einnimmt.

Um Jobs zu überzeugen, beauftragte Macklowe zwei Nachbauten in Originalgröße, die am Originalort errichtet werden sollten. „Macklowe wusste, dass der einzige große Fehler in Jobs’ Konzept die Größe war“, heißt es in dem Buch; weiter: „Er wusste ebenso, dass eine Diskussion mit Jobs nirgendwohin führen würde.“

So lud er die Apple-Experten Ron Johnson und Robert Briger ein, zwei Wochen nach dem Gespräch mit Jobs und hinter dessen Rücken die Nachbauten in Augenschein zu nehmen. So trafen sie sich dort eines Nachts und begutachteten das in aller Eile errichtete Konstrukt – zunächst das, welches nach der Vorstellung von Jobs gebaut war.

Einstimmig fanden sie das Imitat zu groß. Daraufhin kam Macklowes eigentliche Überraschung: Auf sein Zeichen hin enthüllte sich unter dem ersten Bau sein eigener Entwurf, das nur zehn Meter hohe Gebäude. Und dieses gefiel auch den Apple-Angestellten viel mehr, es passte ins Stadtbild. Sie trafen also ihre Vereinbarung und die Konstruktion konnte nach dem Muster Macklowes beginnen.

War Macklowe ungewollt bescheiden?

Nach Angaben seines Anwalts soll die finanzielle Beteiligung am Geschäft, die er als Lohn erhielt, relativ gering ausgefallen sein. Macklowe war offenbar die riesige Gewinnspanne, die Apple normalerweise einfährt, ganz und gar nicht bewusst. Im ersten Jahr nach der Eröffnung des Stores lagen die Einkünfte bei durchschnittlich einer Million Dollar pro Tag. Durch und durch geschickt war der Immobilienexperte also doch nicht. (via)

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