CarPlay vs. Android Auto

| 15:11 Uhr | 3 Kommentare

Macmixing hat auf der Los Angeles Auto Show Apples CarPlay mit Googles Android Auto verglichen. Die am Beispiel eines Hyundai Sonata 2015 vorgestellten Ergebnisse sind in einem Videobeitrag zusammengefasst. Für alle verfügbar sind CarPlay und Android Auto für den Hyundai aber noch nicht.

incarsysteme vergleich

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsam ist den beiden vorgestellten Systemen, dass sie jeweils auf iOS beziehungsweise Android zugeschnitten sind. Unterschiede finden sich im Detail, wenn es etwa um besondere Anwendungen geht, die der Nutzer haben möchte. Hier lohnt sich ein Blick in die Spezifikationen.

CarPlay

CarPlay zeichnet sich durch eine besonders einfache Bedienung aus. Der Nutzer steckt einfach sein iPhone an, das CarPlay Logo erscheint auf der Anzeige im Auto und man kann auf dem Home-Screen die Basisoptionen auswählen: Telefon, Musik, Karte, Nachrichten, Mediaplayer und Podcasts anzeigen lassen.

carplay

Die einzelnen Icons ähneln ganz dem Design des Basissystems iOS, der Apple-Nutzer wird sich also leicht zurechtfinden können. Dabei ist der überwiegende Teil der Optionen per Siri steuerbar. Den Zugang zur Sprachsteuerung kann über einen Knopfdruck am Hyundai-Lenkrad gewählt werden. Apps von Drittanbietern sind ebenfalls möglich, die nötige CarPlay-Unterstützung jeweils vorausgesetzt.

Android Auto

Android Auto lässt sich vielleicht am besten mit Google Now auf dem Smartphone vergleichen. Der Startbildschirm enthält Karten mit allen wichtigen Infos, je nach der aktuellen Situation. Von dort aus werden auch Dinge wie die Navigation und die Musikauswahl gesteuert.

Android Auto

Ein merklicher Unterschied zu CarPlay: Bei Android Auto gibt es keinen herkömmlichen Home-Screen mehr, stattdessen nur ein Menü mit allen Optionen am unteren Bildschirmrand, wo man Anwendungen wie Google Maps, Telefon, SMS, Google Hangouts, Google Play Music findet. Android Auto lässt sich auch über Google Now-Anweisungen kontrollieren, die man erst am Screen oder per Knopfdruck am Lenkrad aktivieren muss.

Im Design ähnelt Android Auto ein wenig dem Material Design von Android 5.0 Lollipop. Der Test beschreibt die Anordnung und Steuerung im Allgemeinen als sehr übersichtlich und flüssig.

Alles noch in der Entwicklung: Neue Versionen im nächsten Jahr

Gemeinsam ist beiden Systemen, dass sie nicht direkt im In-Car-System des Autos installiert sind, sondern vom Gerät aus übertragen werden. Android Auto befindet sich zwar noch im Entwicklerstadium, aber APIs und eine SDK sind verfügbar, sodass die Entwickler wohl bald interessante Anwendungen integriert haben werden. Auch CarPlay bietet eine API, doch die fertigen Apps müssen sich die Entwickler vor der allgemeinen Freischaltung erst von Apple genehmigen lassen. Für 2015 sind von beiden Anbietern neue Versionen dieser In-Car-Systeme zu erwarten. (via)

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Der alte Fritz

    Ich hätte nicht gedacht, dass ih das mal sagen muss, aber die Google Oberfläche ist um Welten eleganter als die von Apple. Armselig…

    01. Dez 2014 | 9:16 Uhr | Kommentieren
    • Walli

      Da muss ich dir uneingeschränkt Recht geben. Ich finde Android 5.0 sehr gelungen in Sachen Design und würde mir einige Veränderungen im Hinblick auf iOS wünschen. Folgende Beispiele wären da interessant:
      .
      Menüaufbau:
      Ich finde das iOS Menü in den Einstellungen mittlerweile ziemlich unübersichtlich und weniger intuitiv. Alles wirkt irgendwie ungeordnet. Bei Android finde ich die Anordnung etwas sauberer. Und wenn man mal etwas nicht findet kann man direkt nach einer Einstellung suchen lassen. Das ist echt top.
      .
      Home-Screen:
      Vor ein paar Jahren fand ich Widgets auf dem Homescreen überflüssig und habe ich auf meinen alten Android-Geräten so gut wie nie genutzt. Mir hat es gereicht alle Apps zu sehen. Da ich auf dem Mac und jetzt verstärkt auf dem iPhone Spotlight nutze brauche ich die aktuelle Ansicht aber gar nicht mehr. Da würde ich mir viel lieber Einstellbare Übersichten wünschen wie System-Performance, Kalender, News die dann direkt zur App führen wenn man drauf klickt. Die Apps können doch wie bei Android in einem separaten Verzeichnis angeordnet werden. Finde ich um einiges moderner. Ein weiterer Aspekt ist die aktuell hohe Verbreitung von Smartphones. Gerade in der Anfangszeit hat es Sinn gemacht alle Apps direkt und sofort angezeigt zu bekommen, ohne große Ablenkung. Gerade dadurch hat sich ja die Akzeptanz ergeben. Mittlerweile hat aber schon fast jeder ein Smartphone und weiß, wie man mit diesem umgeht. Da sollte eine Änderung des UIs nicht mehr all zu große Probleme bereiten. Die Widget-Lösung von Apple finde ich zudem nicht sehr anwenderfreundlich (zu viel Scrollen).
      .
      Multitask-Übersicht:
      Finde ich bei Android echt besser. Die Karten-Ansicht ist da viel schicker und moderner gehalten. Apple hat es doch auch bei Safari mit der Tap-Ansicht hinbekommen. Warum nicht auch bei den Apps?
      .
      Ich hatte schon mit einem Wechsel zum Nexus 5 inkl. Lollipop geliebäugelt, allerdings möchte ich komfortable Dinge wie Touch ID und Geräte Design nicht vermissen. Gerade in Sachen Sicherheit und Datenschutz möchte ich Apple nicht hergeben – auch, weil ich zum shoppen im PlayStore erst wieder eine Google-Adresse benötige. Auch der Datenverkehr soll im Standby bei Android sehr groß sein.
      .
      Eine Mischung aus beiden Systemen wäre ein Traum.

      01. Dez 2014 | 12:13 Uhr | Kommentieren
  • Markus

    Ich empfinde es schon als K.O. Kriterium bei Applce CarPlay, dass sie Navigations-Apps aussperren. Navigon ist halt deutlich besser als AppleMaps, insb. da alles offline gespeichert ist. Auf dem amerikanischen Markt, ist dies ja wohl kein Problem, aber bei den ganzen Roaming Kosten in der EU schon eher. Auch von der Übersichtlichkeit ist Navigon viel besser.

    Die Oberfläche an sich finde ich gar nicht so wichtig. Die Andoird Oberfläche sieht zwar interessanter aus mit den Widgets, bzw. dem Google Now Style. Aber brauche ich wirklich Wetter Infos etc.? Wenn ich fahre, dann brauche ich nur ein Navi, Musik und Telefon. Also die 8 Plätze für Apps sind absolut ausreichend. Nachrichten und Podcasts (insb. Video) finde ich absolut überflüssig. Gerade bei den Nachrichten, wo Siri seit iOS8 bei mir gefühlt schlechter ist, wenn man Namen sagt oder wenn man Text eingeben will.

    02. Dez 2014 | 12:48 Uhr | Kommentieren

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