“iMessage für Alle“: BlackBerry CEO fordert Netzneutralität

| 15:07 Uhr | 5 Kommentare

BlackBerry CEO John Chen definiert in einem aktuellen Blogeintrag auf Inside BlackBerry seine Vorstellung von einer gerechten Netzneutralität. Auf dem offiziellen Block des kanadischer Smartphone-Herstellers kritisiert Chen Unternehmen, wie Apple, Google oder auch Netflix.

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Netzneutralität

Chens Unmut zeigt sich in dem Blog-Eintrag deutlich. Die besagten Unternehmen würden BlackBerry nicht in Ihre Dienste und Anwendungen einbeziehen, so dass beispielweise Apples Nachrichtendienst iMessage, nur unter iOS und Mac Systemen verwendet werden kann. BlackBerry hingegen stelle eigene Funktionen, wie den BBM Service zur Verfügung.

Auch der Umstand, dass BlackBerry Nutzer auf eine Netflix Applikation verzichten müssen oder das Google nur wenig Interesse an einer Unterstützung zeigt, stimmt den CEO ungehalten. Chen sieht in dieser “Diskriminierung“ jedoch auch einen Vorteil für seine Kunden. Durch systemspezifische Apps, könne besser auf die eigene Hardware eigegangen werden. Jedoch ist dieser Vorteil nicht genug, so dass Chen ein freies und barriereloses Internet für alle anstrebt.

Bei dem Blockeintrag handelt es sich um einen Auszug, aus einem Brief, der an den Vorsitzenden des US Senats für Handel, Wissenschaft und Beförderung gerichtet wurde. Ein zweiter Brief wurde an den Vorsitzenden des US Senats für Energie und Handel gesandt.

Hoch gesteckte Forderungen

Natürlich ist es für BlackBerry Kunden ärgerlich, wenn man bei der Entwicklung von neuen Apps und Diensten ausgeschlossen wird. Dennoch ist die Forderung, einen hauseigenen und kostenintensiven Dienst zur Verfügung zu stellen, sehr ambitioniert.

Apple würde mit der Unterstützung von BlackBerry und Android Smartphones ein wichtiges Verkaufsargument aufgeben. Auch Google versucht mit (zeit-) exklusiven Funktionen, sein System für die Kundschaft attraktiv zu machen. Sollte nun ein Zwang für die freie Verfügbarkeit dieser Vorteile für alle Anbieter bestehen, wird auch eine Investition für die Entwicklung weniger lukrativ ausfallen. Besonders bei nicht werbefinanzierten Funktionen, wäre ein vermindertes Engagement die Folge.

Ob das Vorhaben einer erzwungenen Freigabe Erfolg hat, ist mehr als fraglich. Sollte der Hersteller jedoch die Kooperation mit Third-Party Entwicklern, wie Netflix intensivieren, wäre eine entsprechende Unterstützung der eigenen Systeme weitaus realistischer.

Kategorie: App Store

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5 Kommentare

  • markusOB

    lächerliche Forderung…
    Das würde ja in letzter Konsequenz bedeuten, dass auch jedes Spiel, jede App eines privaten Entwicklers zwingend gleich für alle mobilen Betriebssysteme entwickelt werden müsste.
    Oder dass jedes Game für Windows auch verpflichtend für OS X und Linux zur Verfügung stehen müsste.
    Gleiches gilt dann ebenfalls für Konsolen, nichts mehr mit exklusiv für die PS4 oder so….

    Da hat Herr Chen wohl einfach schlecht gefrühstückt, glaube ich 😉

    22. Jan 2015 | 15:32 Uhr | Kommentieren
  • Apfel

    iMessage auch für Windows & Android wäre doch gut. Dann kann dieses unsäglich WhatsApp endlich ins Grab.

    22. Jan 2015 | 17:36 Uhr | Kommentieren
  • Tina

    Ich finde es gut dass iMessage nur für iOS und OS X zur Verfügung gestellt wird wieso solltet jeder in den Genuss kommen diesen Dienst in Anspruch zu nehmen der nicht einsieht sich ein iOS Gerät zuzulegen? Finde ich doof es ist so eben etwas exklusiver meine Freunde nutzten alle nur noch iMessage und wer eben kein whats App hat muss halt ne sms schreiben,so einfach ist das.

    22. Jan 2015 | 18:50 Uhr | Kommentieren
    • Hayao

      Würde es dir etwas ausmachen, Satzzeichen zu verwenden? Das erhöht die Leserlichkeit ungemein. Ohne Punkt und Komma erscheint es wie endloses Bla-Bla. Oder ist dir deine Meinung nichts wert?

      22. Jan 2015 | 22:25 Uhr | Kommentieren
  • Joe

    Das ist vielleicht ein kleiner Trick. Man muss den Text 2x lesen. So bleibt der Inhalt besser in Erinnerung. Sorry Tina…nur ein kleiner Scherz.

    22. Jan 2015 | 23:04 Uhr | Kommentieren

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