Apple widerspricht Bloomberg: Spezifikationen der Face ID Komponenten wurden nicht gelockert

| 19:11 Uhr | 8 Kommentare

Update 19:11 Uhr: Apple hat sich mittlerweile offiziell zu dem Bloomberg Bericht geäußert und diesen als komplett falsch bezeichnet. Gegenüber TechCrunch gab Apple folgendes zu Protokoll

Customer excitement for iPhone X and Face ID has been incredible, and we can’t wait for customers to get their hands on it starting Friday, November 3. Face ID is a powerful and secure authentication system that’s incredibly easy and intuitive to use. The quality and accuracy of Face ID haven’t changed. It continues to be 1 in a million probability of a random person unlocking your iPhone with Face ID.

Bloomberg’s claim that Apple has reduced the accuracy spec for Face ID is completely false and we expect Face ID to be the new gold standard for facial authentication.

Apple betont, dass man die Spezifikationen rund um Face ID nicht angepasst hat. Das Unternehmen kann es nicht erwarten, das iPhone X und Face ID ab dem 03. November in Kundenhände zu bringen. Der Hersteller ist davon überzeugt, dass Face ID der neue Gold-Standard bei der Gesichtserkennung ist. (/Update Ende)

Ursprünglicher Artikel von 16:44 Uhr: Das iPhone X steht vor der Türe. Wenn wir diese Türe am Freitag aufmachen, werden wir jedoch viel zu wenige Exemplare vorfinden, da Apple nicht genügend Geräte produzieren konnte. Den Schuldigen hatten die Experten schnell in der Face ID Technik gefunden. Die Zulieferer haben mit den vorgegebenen Spezifikation große Probleme, was Apple nun dazu bewegt haben soll, das Anforderungsprofil für die 3D-Sensoren etwas zu lockern.

Die Hürden einer neuen Technik

Die Experten waren sich bereits Monate vor der Ankündigung einig: Das iPhone X wird ein Erfolg, von einem neuen Superzyklus wurde sogar im Vorfeld gesprochen. Übermorgen ist es nun so weit, dann können wir endlich den neuen Star vorbestellen. Es stellt sich nur die Frage, wie lange wir auf das heißersehnte iPhone warten müssen. Die Prognosen lassen jedoch nichts Gutes erahnen. So gehen Analysten davon aus, dass Apple gerade einmal 2-3 Millionen Geräte vorproduzieren konnte.

Der Grund für das geringe Produktionsvolumen soll in den Komponenten des Face ID Gesichtsscanners liegen. Die Fertigung der TrueDepth-Kamera sei ziemlich komplex, so dass sich die Massenfertigung als schwierig gestaltet. Besonders die Vorgaben für den Infrarot-Punktprojektor sollen den Herstellern Kopfzerbrechen bereiten. So hat Apple bereits einen Lasertechnik-Zulieferer verloren, der an der Einhaltung der strengen Vorgaben scheiterte. Der Nachschub des Kamera-Moduls entwickelte sich somit schnell als Flaschenhals in der Produktion des iPhone X.

Apple lockert Vorgaben

Apple ist bekannt für seine strengen Toleranzen und hat schon so einige Diskussionen zu diesem Thema mit seinen Auftragsfertigern hinter sich. Laut Bloomberg soll Apple nun reagiert haben und das Anforderungsprofil für die Technologie etwas gelockert haben, um es den Zulieferern zu ermöglichen mit der Produktion nachzukommen. Dies würde auch die verkündete Erhöhung des Produktionsvolumens erklären.

Der Bericht beschreibt nicht, wie Apple die Spezifikation geändert hat und welche Auswirkungen dies auf die Erfahrung in Bezug auf die Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit von Face ID haben wird. Es ist jedoch davon auszugehen, dass man einen gewissen Sicherheitsspielraum im Vorfeld eingeplant hatte. Apple betonte beispielsweise auf der September-Keynote, dass die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers beim Einsatz von Face ID bei 1 zu 1.000.000 liege. Zum Vergleich liegt Touch ID bei einem Verhältnis von 1 zu 50.000.

Kategorie: iPhone

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8 Kommentare

  • Sebastian

    Diese Meldung stößt mir schon den ganzen Tag übel auf.

    Kompromisse – genau was ich vor dem Kauf eines 1.319€ teuren Gadgets hören möchte. Und dann auch noch am der wichtigsten Komponente.

    Man kann hoffen, Aüple äußert sich dazu nochmal.

    Ich überlege ernsthaft, doch noch auf nächstes Jahr zu warten und das, obwohl ich mit meinem 6er langsam echt unzufrieden bin.

    25. Okt 2017 | 17:59 Uhr | Kommentieren
    • ywoman

      Solange das Ding sicher, ist alles gut. Ob du wartest oder nicht (oder auf den mars ziehst), geht nur dich was an und interessiert wirklich nur dich!

      25. Okt 2017 | 18:40 Uhr | Kommentieren
      • Sebastian

        richtig cooler Typ,

        25. Okt 2017 | 21:55 Uhr | Kommentieren
    • Falco

      Apple hat schon darauf reagiert und das ganze wiederlegt.

      25. Okt 2017 | 18:41 Uhr | Kommentieren
      • Sebastian

        Hast du da eine Quelle für mich?

        25. Okt 2017 | 21:52 Uhr | Kommentieren
      • Sebastian

        Danke, selbst gefunden

        25. Okt 2017 | 21:56 Uhr | Kommentieren
    • Gast

      du kaufst dir eh kein iPhoneX …wenn du hier schon rumjammerst wegen den 1300Euro.

      25. Okt 2017 | 18:51 Uhr | Kommentieren
  • Gadt

    Wieder so ein blödsinn….
    der Laser projiziert weiter diese 30000 Punkte beim Rückweg
    kommen aber durch größere toleranzen beim Sensor nur
    noch 25000 an , weil man ihn nicht 100% ig in der Mitte
    plazieren muss , wir reden von 0,001 mm rechts oder links.
    Das dumme Gesichts des Inhabers kann der sicherlich erkennen
    auch schnell genug.
    Man man nur noch klicks sind wichtig dafür darf jede Art der
    Pressefreiheit benutzt werden …gaaaanz doll.
    An der Qualität des iPhones ändert sich dadurch nichts.
    Wenn Apple das Rückteil aus Glas durch Plastik ersetzen
    würde könnte man von schlechter Qualität sprechen.

    25. Okt 2017 | 18:49 Uhr | Kommentieren

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