QLED vs. OLED: Worauf müsst ihr beim Fernsehkauf achten?

| 7:15 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem Full-HD-Fernseher mittlerweile der Standard geworden sind, verlocken immer öfter die Ultra-HD-Modelle zu einem Neukauf. Die Geräte liefern scharfe Bilder und knackige Farben. Bei diesen Aussichten sollte man eigentlich nicht viel falsch machen können. Leider bahnt sich mit den QLED- und OLED-TVs ein neuer Formatkrieg an, der es den Käufern nicht einfach macht eine Entscheidung zu treffen. Wir haben uns die Vor- und Nachteile von den beiden Technologien genauer angeschaut und zeigen euch worauf man beim Fernsehkauf achten sollte.

QLED und OLED: Samsungs Q7C und LGs OLED55B7

Ein Formatkrieg sorgt für Unruhe im TV-Markt

Schaut man sich momentan die Werbe-Prospekte der Elektromärkte an, könnte man fast meinen, dass ein zweiter Black Friday ansteht. Gerade jetzt, wo die begehrten 4K-Modelle preislich attraktiv werden, wissen Media Markt und Co. mit einigen Schnäppchen zu überzeugen. Auffällig ist dabei, dass sich momentan wieder ein Formatkrieg entwickelt. „QLED oder OLED?“, heißt es derzeit in den Showrooms der Elektronik-Märkte. Beide Technologien haben ihre Vor- und Nachteile. Wir haben uns die wichtigsten Merkmale angeschaut und geben euch einen Fahrplan, damit ihr das richtige Ticket für den TV-Express ziehen könnt. Soll es eher ein OLED-Fernseher sein*? Oder geht eure Entscheidung Richtung QLED-TV*?

QLED vs. OLED

OLED und QLED bezeichnen fortgeschrittene Display-Technologien, die zwar beide scharfe Bilder mit tollen Farben und einem hohen Kontrast bieten, jedoch im Kern grundverschieden sind. Während QLED-Fernseher technisch optimierte LCD-Modelle sind, bestehen OLED-Panels aus Millionen winziger organischer Leuchtdioden, die bei dem Anlegen einer elektrischen Spannung leuchten.

Da QLED-Fernseher im Herzen ein LCD-Fernseher sind, sorgen hier Flüssigkristalle mit Farbfiltern für das Bild. Hier bleibt es jedoch dunkel, solange keiner das Licht anmacht. Also wird eine Lichtquelle hinter dem Display benötigt, die den LCD-Fernseher zum leuchten bringt. Die alten weißen Leuchtstoffröhren wurden jedoch schon lange ausgemustert. Mittlerweile sorgen Leuchtdioden (LEDs) und spezielle Kunststoffolien für eine gleichmäßige Ausleuchtung.

Doch wie macht sich diese unterschiedliche Technik bemerkbar? Beide Technologien haben wie bereits erwähnt ihre Vor- und Nachteile. Wir haben euch die wichtigsten Merkmale herausgestellt und vergleichen sie miteinander.

Das schärfere Bild

Aus technischer Sicht ist OLED schärfer, da hier jedes einzelne Pixel ein- oder ausgeschaltet werden kann. Somit besteht keine Restbeleuchtung von hinten, wie es bei QLEDs der Fall ist. Eine clevere Lichtdimmung bei QLED-Displays sorgt hier mittlerweile ebenfalls für sehr gute Ergebnisse. Schlussendlich bleibt der OLED-Technologie jedoch das schärfere Bild. (Gewinner: OLED)

Das hellere Bild

Wer tagsüber Fernsehen will, merkt schnell, dass hier die OLED-Technologie an seine Grenzen stößt. Ohne Hintergrundbeleuchtung ist es nicht einfach ein helles Umgebungslicht zu überstrahlen. In einem schwach beleuchteten Raum können OLEDs jedoch aufgrund der starken Kontraststufen heller erscheinen. Es bleibt hier jedoch bei einem klaren Sieger. (Gewinner QLED)

Das bessere Schwarz

Da bei OLED-Displays jede Diode individuell ein- oder ausgeschaltet werden kann, wird keine zusätzliche Hintergrund-Beleuchtung benötigt. Somit kann ein besseres Schwarz dargestellt werden, als es bei den beleuchteten QLED-TVs der Fall ist. (Gewinner: OLED)

Die besseren Farben

Hier liefern beide Systeme eindrucksvolle Ergebnisse. Sind beide Geräte ebenbürtig konzipiert, liefert laut Experten ein QLED-Fernseher jedoch die akkurateren Farben. (knapper Gewinner: QLED)

Der bessere Blickwinkel

Die meisten von uns sitzen nicht direkt vor dem Fernseher. Somit ist es wichtig, dass die guten Ergebnisse auch noch bestand haben, wenn man etwas seitlich von dem Gerät sitzt.

Bei OLED-Panels ist der mögliche Blickwinkel ohne Farbverschiebungen und Helligkeitsverlusten sehr hoch, da OLEDs selber strahlen. Die QLED-TVs haben seit der letzten Generation zwar große Fortschritte gemacht, an Top-OLED-Modelle kommt man jedoch immer noch nicht heran. (Gewinner OLED)

Was ist mit dem Burn-In-Effekt?

Zu guter Letzt wollen wir uns auch dem gefürchteten Burn-In-Effekt widmen. Schaut man in die Anleitungen der Fernseher, findet man bei allen Geräten einen Hinweis, dass sich ein statisches Bild in dem Bildschirm „einbrennen“ kann. Persönliche Erfahrungen zeigen, dass OLEDs etwas anfälliger für das Problem sind. Insbesondere bei kurzeitigen Effekten, wenn beispielsweise ein Schatten eines Sender-Logos noch ein bis zwei Minuten auf dem Display verweilt. Einen bleibenden Schaden gibt es hier jedoch nur selten, da die Hersteller mittlerweile einige Vorkehrungen getroffen haben, um einen dauerhaften Burn-In-Effekt zu verhindern. (Gewinner QLED)

Fazit

Beide Technologien liefern ein sehr gutes Bild. Bei der Frage, wer am Ende die Nase vorne hat, scheiden sich die Geister. Genau genommen geht es um die Meinung der Display-Giganten Samsung und LG. Während Samsung auf QLED setzt*, schwört LG auf OLED-Bildschirme*. Und somit haben wir wieder einmal zwei kongruierende Formate in der Technikwelt und erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die OLED-Technik steht noch am Anfang ihrer Karriere und ist dementsprechend kostspielig. QLED hingegen setzt auf bewährte Technologien und verbessert diese weiter, was ebenfalls zu sehr guten Bildergebnissen führt und dabei preislich attraktiv bleibt. Schlussendlich ist entscheidend, welche Merkmale für euch am wichtigsten sind. Darüberhinaus können wir den Besuch eines Showrooms in einem Elektronik-Markt empfehlen. Dort könnt ihr die verschiedenen Geräte auf euch wirken lassen, um eine persönliche Kaufentscheidung zu fällen.

Was gibt es sonst noch zu beachten?

Wer sich für einen OLED- oder QLED-Fernseher entscheidet, greift automatisch zu einem UHD-Gerät. UHD, oder auch Ultra-HD, umfasst mindestens eine Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln. Mit fast 8,3 Millionen Bildpunkten erhalten wir ein deutlich schärferes Bild als es bei Full-HD der Fall ist. Dies macht sich besonders bei größeren Fernsehern bemerkbar. Kleinere Displays hingegen profitieren weniger von den Vorzügen, weswegen Top-Modelle oft nur in der größeren Variante mit einem UHD-Panel angeboten werden. UHD-Fernseher werden mit einem entsprechenden Logo ausgezeichnet.

Es gibt jedoch noch einige weitere technische Raffinessen, die in der neuen Generation ein noch besseres TV-Erlebnis ermöglichen. Beispielsweise sorgen HDR (High Dynamic Range)-Standards für eine größere Dynamik- und ein verbesserten Farbumfang des Bildes. Damit die technischen Merkmale die Kunden nicht verwirren, hat sich der Hersteller-Verband „Ultra HD Alliance“ auf einen Standard geeinigt und zeichnet die unterstützen Geräte mit einem UHD-Premium-Logo aus. Eine Übersicht zu UHD-Fernseher bzw. eine Kaufberatung findet ihr beispielsweise bei Media Markt*. Hier erfahrt ihr auch wissenswertes zu der richten Wahl der Display-Größe oder welche Bildfrequenz euer Wunschfernseher haben sollte.

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Kategorie: Apple

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