Spotify-Betrüger soll Tantiemen in Millionenhöhe erhalten haben

| 22:44 Uhr | 0 Kommentare

Wie Music Business Worldwide berichtet, hat es ein Musikproduzent geschafft, Spotify mit speziellen Playlists und Fake-Accounts um mehr als eine Millionen US-Dollar zu erleichtern. Aufgeflogen ist die Sache erst, als sich die besagten Playlists in den Spotify-Charts bemerkbar machten.

Schrittweise zum Millionenbetrag

Es war schon etwas verwunderlich, dass es die Playlists „Soulful Music“ und „Music from the Heart“ in die Top 15 der Spotify-Charts schafften. Immerhin beinhalteten die Wiedergabelisten nur Titel mit einer durchschnittlichen Länge von 45 Sekunden. Der Grund für den plötzlichen Erfolg war nicht etwa eine große Beliebtheit. Vielmehr sorgte ein Musikproduzent für ein reges Treiben in den von ihm erstellten Playlists.

Der Zweck dieser Playlists war es, für die gelisteten Musiktitel Tantiemen im großen Stil abzustauben. Dem Bericht zufolge sorgten etwa 1200 Premium-Accounts für ein reges Treiben auf Spotify. Laut Music Business Worldwide könnte ein einzelner Account einen Song gut 60.000 Mal abspielen. Die Tantiemen pro Song, der mindestens 30 Sekunden abgespielt wird, sollen bei mindestens 0,004 US-Dollar liegen, was insgesamt monatlich knapp 300.000 US-Dollar einspielen könnte. Wenn man den Einsatz von Bots mit einbezieht, die bereits nach 30 Sekunden den nächsten Song abspielen könnten, würde der Betrag sogar noch höher ausfallen. Vier Monate soll der Betrug angedauert haben, bis sich ein Major Label bei Spotify im September 2017 gemeldet hatte und den Anbieter auf die mittlerweile gesperrten Playlists aufmerksam gemacht hat.

Eine offizielle Bestätigung für die Vorfälle gibt es derzeit noch nicht. Die Angaben sind somit mit Vorsicht zu genießen. Dabei bleibt auch abzuwarten, wie ein Gericht in diesem Fall Urteilen wird. Ein Experte auf dem Gebiet merkte an, dass Tantiemen-Farming kein Rechtsverstoß darstellt. Spotify wird da, sicherlich anderer Meinung sein.

Kategorie: App Store

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