homee: Ein schlauer Zauberwürfel verbindet alle Smart Home Geräte

| 19:21 Uhr | 2 Kommentare

Es war noch nie so einfach sein Heim zu automatisieren. Dank den vielen Smart Home Lösungen lassen sich eine Vielzahl von Geräten gebündelt bedienen oder auch automatisieren. Dies geht jedoch nur in einem bestimmten Rahmen, da es unterschiedliche Funksysteme und Protokolle gibt. Will der gewillte Smart Home Nutzer alles unter einem Dach haben, ist „Bastelarbeit“ angesagt. Dass es auch einfacher geht, zeigt uns homee. Hier können wir, dank eines modularen Systems einfach unsere Wunsch-Konfiguration zusammenstellen.

Keine Insel-Lösung

Auf den ersten Blick erinnert homee an Lego-Steine. Natürlich sind die Smart Home Bausteine im Vergleich größer, jedoch sind sie ebenso unkompliziert, wie der Spielzeug-Klassiker aus Dänemark.

Ein Smart Home wird erst smart, wenn eine Zentrale die notwendigen Befehle und die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten regelt. Diese Aufgabe übernimmt der „homee Brain Cube“. Dieser funkt mit Wi-Fi und ist für sämtliche Konfigurationen zuständig. Und jetzt kommt der Clou: Jeder weitere homee Würfel ist für eine andere Funktechnologie zuständig und erweitert das System damit immens. Mit den Erweiterungsbausteinen ziehen somit Geräte aus den verschiedenen Lagern in unser Smart Home, auch wenn deren Funktechnologien eigentlich nicht miteinander kompatibel sind.

Wollen wir beispielsweise Smart-Devices ansteuern, die auf den Z-Wave Standard setzen, nehmen wir uns den Z-Wave Cube und stecken ihn auf die Zentrale. Im Grunde war es das schon, ab jetzt ist unser Smart Home mit Z-Wave Geräten kompatibel. Neben dem Z-Wave Würfel gibt es auch einen EnOcean Cube und einen ZigBee Cube. Dies lässt sich zwar auch mit anderen Lösungen auf dem Markt erreichen, aber bei keinem Mitbewerber ist es so erfrischend einfach, ein komplexes System aufzubauen. Weiterhin ist die Lösung aufgrund ihrer modularen Bauweise zukunftssicher. Kommt etwas Neues auf dem Markt, kann der Hersteller einfach einen neuen Cube anbieten, der die neuste Technik unterstützt.

Auch die Software wird ständig weiterentwickelt. So wurde homee mit der 2.17 Beta-Firmware auch zu Apples HomeKit kompatibel. Damit ist homee weltweit das erste Smart Home Gateway, welches Geräte der verschiedenen Funksysteme (Z-Wave, ZigBee, EnOcean) mit Apples HomeKit verbindet. Die HomeKit-Unterstützung haben wir im Rahmen der Beta-Phase bei uns schon ausprobiert und klappte problemlos. Mit iOS 11.3 ermöglicht Apple eine softwarebasierte HomeKit-Authentifizierung und genau das macht sich Homee zu Nutze. Sobald iOS 11.3 auf den Markt ist und Apple entsprechende Authentifizierungen zulässt, wird das ganze auch offiziell unterstützt. Dies werden wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal etwas näher angucken und intensiver von den HomeKit-Möglichkeiten berichten.

Einrichtung

Da wir jetzt wissen, mit was wir es zu tun haben, können wir die Verpackung öffnen und das verbindungsfreudige Smart Home System in Betrieb nehmen. Sobald der Brain Cube via USB-Kabel mit Strom versorgt wird, erzeugt homee ein Wi-Fi-Netzwerk, über das man sich mit dem System verbinden kann. Bevorzugt verwenden wir hier die zugehörige App, mit der die Einrichtung dank der Kamera schnell erledigt ist. Ein QR-Code-Scan des Cubes genügt, um diesen zu installieren. Nun muss man nur den Anweisungen folgen und richtet dabei das Netzwerk ein und legt Nutzer an. Alle Daten werden auf dem homee und nicht im Internet gespeichert. So werden alle Informationen sicher und lokal aufbewahrt.

Anschließend geht es an die Geräte, die wir steuern wollen. Die Cubes für die verschiedenen Funktechnologien werden über eine Magnetfläche verbunden, sodass wir bei einer Vollausstattung einen kleinen Turm erhalten. Eine komplette Liste kompatibler Geräte erhaltet ihr direkt bei homee.

Nehmen wir als Beispiel Devolo-Hardware. Hier benötigen wir einen Z-Wave Cube, den wir in unserem Fall auf den Brain Cube stecken. Nachdem das entsprechende Protokoll über die Bedienoberfläche ausgewählt wurde, listet die App alle verfügbaren Geräte auf. Jetzt muss nur noch das entsprechende Gerät ausgewählt und ein Name vergeben werden und wir sind fertig. Nun können die eingebundenen Geräte konfiguriert und bedient werden, wie man es gewohnt ist.

Das System bietet noch einige weitere Funktionen, wie Geräte-Gruppen und Automatisierungs-Regeln. Im Grunde das, was man auch von den Apps der einzelnen Hersteller gewohnt ist. Hier wird alles nur an einem Ort aufbewahrt und ist dabei oft bedienungsfreundlicher als die „Original-Apps“. Wer sich gerne mit Alexa unterhält, kann auch einen entsprechenden Skill bei Amazon herunterladen.

Fazit

Das Prinzip von homee ist gut durchdacht und funktionierte in unserem Test tadellos. Sollte es doch einmal nicht rund laufen, reagiert der Hersteller aus Deutschland in der Regel schnell mit einer Hilfestellung und hat auch ein offenes Ohr für Nutzerwünsche. Dies lässt sich anhand der zufriedenen Community beobachten, die sich in einem offiziellen Forum austauschen kann. Wer seine Smart Home Zentrale bisher hinter dem Schrank versteckt hat, kann nun aufatmen. Die Cubes gewinnen zwar keinen Design-Preis, sorgen mit einem sympathischen Äußeren jedoch dafür, dass man sie auch gerne sichtbar platziert.

Der homee Brain Cube ist für 129,00 Euro unter anderem bei Amazon erhältlich. Die Erweiterungs-Cubes sind für jeweils 99 Euro erhältlich. Wer etwas sparen möchte, kann auch ein Set aus Brain Cube und einem Erweiterungs-Cube kaufen, dieses kostet 199 Euro.

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Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Pascal

    Mit einen Raspberry Pi hab ich das für 40€ selber realisiert

    25. Mrz 2018 | 21:12 Uhr | Kommentieren
  • Keule

    … scheint mir eine geniale Lösung zu sein. Aber wie sieht es aus wenn es z.B. ein Update von Philips gibt benötige ich da die Bridge trotzdem um auf dem neuesten Stand zu sein ?

    27. Mrz 2018 | 9:33 Uhr | Kommentieren

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