Attac demonstriert mit „Die-ins“ in Apple Stores

| 15:55 Uhr | 1 Kommentar

Die Aktivistengruppe Attac sorgte in den letzten Wochen bereits mehrfach in französischen Apple Stores für Unruhe. Nachdem man zunächst die Stores mit großen Plakaten verkleidet hatte, geht es nun mit sogenannten „Die-ins“ weiter.

Attac demonstriert in Apple Stores

Wie MacGeneration berichtet, hat die globalisierungskritische Organisation Attac ihre Taktik gegen Apple geändert. Anstatt lautstark vor den Apple Stores in Frankreich zu demonstrieren, verkündet man seine Meinung nun mit „Die-ins“ (dt. ungefähr „Reingehen und sterben“). Dabei legen sich Demonstranten in den Stores auf ein Signal plötzlich wie tot zu Boden.

So kam es beispielsweise in dem Apple Store am Pariser Opernhaus dazu, dass rund 70 Attac-Mitglieder plötzlich auf dem Boden lagen. Ein Zustand, der durchaus für Unruhe sorgte. Weitere 45 protestierten ebenso vor dem Apple Store in Aix-en-Provence. Dabei erklärten Schilder, dass alle Franzosen Opfer von Unternehmenssteuerhinterziehung geworden seien, da öffentliche Dienstleistungen wie Schulen der angemessenen Finanzierung beraubt und zu Kürzungen oder zur Privatisierung gezwungen werden.

Apple hatte bereits nach der ersten Welle von Demonstrationen versucht gerichtlich gegen Attac vorzugehen. Der Oberste Gerichtshof von Paris wies jedoch den Antrag auf ein landesweites Hausverbot ab. Weiterhin wurde Apple im Zuge des Urteils aufgefordert, Attacs Anwaltskosten in Höhe von 2000 Euro zu zahlen.

Der Grund für die Proteste und die Belagerung der Apple Stores ist auf den Unmut über Apples Steuersparmodell zurückzuführen. Attac will mit einer europaweiten Kampagne auf die Steuertricks großer Konzerne aufmerksam machen und fordert dabei Mindeststeuersätze und eine Gesamtkonzernsteuer in der EU.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Danlow

    Ich finde es für ein sogenanntes Gericht schändlich, so Recht zu sprechen und das Hausrecht mit Füßen zu treten! Darf Attac jetzt auch in meiner Wohnung demonstrieren? Ein Apple Store ist kein öffentlicher Raum! Vor dem Laden dürfen die demonstrieren! Aber die Herren und Damen Richter(innen) möchten scheinbar nicht, dass eine Verpflichtung für den französischen Staat entsteht, so wie es bei ordentlichen Demos (Polizei, Absperrungen etc.) der Fall ist. Traurig!…

    09. Apr 2018 | 17:05 Uhr | Kommentieren

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