Tim Cook spricht über seine Erfolgsformel, ein Vorstellungsgespräch bei Steve Jobs und vieles mehr

| 10:54 Uhr | 0 Kommentare

Bloomberg Television veröffentlichte ein Interview zwischen Apple CEO Tim Cook und David Rubenstein. Dabei reflektierte Cook über eine breite Palette von Themen. So beschrieb er unter anderem sein erstes Gespräch mit Steve Jobs und klärte soziale Fragen, wie die Notwendigkeit der Privatsphäre sowie Gleichberechtigung.

Die Erfolgsformel

Zunächst sprach Rubenstein den finanziellen Erfolg von Apple unter Cooks Führung an. Immerhin ist der Ertrag des Unternehmens seit Cooks Amtsantritt im Juli 2011 um 80 Prozent gestiegen. Hier liegt die Frage nahe, ob Apples CEO überhaupt noch etwas besser machen könnte.

Wie Cook erklärte, konzentriert er sich in erster Linie nicht auf den finanziellen Erfolg, vielmehr ist dieser ein Resultat aus Apples Philosophie:

„Wir sehen den Aktienkurs und den Umsatz und Gewinn als Ergebnis der richtigen Vorgehensweise auf der Innovationsseite, auf der Kreativitätsseite, der Fokussierung auf die richtigen Produkte, der Behandlung der Kunden wie Juwelen und der Fokussierung auf die Benutzererfahrung. Ich kannte nicht einmal die Zahlen, die Sie gerade zitiert haben.“

Der Apple Park

Natürlich ist auch wieder der Apple Park ein Thema. So stellt Apples neues Hauptquartier das wahrscheinlich beeindruckendste Projekt von Steve Jobs dar, auch wenn er die Umsetzung nicht mehr miterleben konnte. Wie sich Cook erinnerte, wollte Jobs einen Platz schaffen, an dem Apple seine Stärken an einem Ort vereinen konnte.

„Steve hatte die Vision, dass der Arbeitsplatz die Zusammenarbeit von Menschen erleichtern sollte…. diese gemeinsamen Bereiche zu haben, in denen Menschen zusammenarbeiten und ineinander übergehen können, ohne es zu planen…. und dass das Niveau an Ideen, Kreativität und Innovation, das daraus entstehen würde, phänomenal sein würde. Und genau so ist es gekommen.“

Das Leben vor Apple

Cooks Zeit vor Apple, wird in den Medien nur selten behandelt. Wie war das eigentlich damals, als Steve Jobs bei Cook angerufen hatte und ihn fragte, ob er bei Apple arbeiten möchte? So war Cooks damaliger Arbeitgeber Compaq doch die eindeutig vernünftigere Wahl zu dieser Zeit.

Für die Beantwortung dieser Frage musste Cook nicht lange überlegen. So bewunderte er Jobs bereits damals, weswegen er zu einem Treffen nicht nein sagen konnte:

„Das ist eine gute Frage. Steve war zum Unternehmen zurückgekehrt und ersetzte im Wesentlichen das damalige Führungsteam. Ich dachte, das ist eine Gelegenheit, mit dem Kerl zu reden, der die ganze Branche gegründet hat. Steve hat mich am Samstag getroffen. Es war nur ein paar Minuten, um mit ihm zu reden…. Ich will es tun. Ich war total geschockt. Da war ein Funkeln in seinen Augen, das ich noch nie bei einem CEO gesehen habe. Er ist irgendwie nach links abgebogen, als alle nach rechts abbogen. Bei fast allem, worüber er sprach, tat er etwas Außergewöhnliches, das sich von der herkömmlichen Weisheit unterschied. […]

Auch das Gespräch mit ihm und die Art der Fragen, die er stellte, waren anders. Nach dem Gespräch hatte ich nur einen Gedanken: »Ich hoffe, er bietet mir einen Job an, weil ich das wirklich tun will.«“

Der Steve-Jobs-Nachfolger

Als Jobs aus gesundheitlichen Gründen seine Position als CEO nicht mehr ausführen konnte, wurde Cook als Nachfolger auserkoren. Rubenstein interessierte hier, wie damals die Übergabe vonstattenging. Hatte Jobs gewisse Erwartungen an Cook oder konnte der neue CEO das Ruder von Anfang an selber in die Hand nehmen?

Wie Cook erklärte, gab Jobs zwar regelmäßig Input, ein geheimes Buch, in dem der Master-Plan festgehalten war, gab es jedoch nicht:

„Es ging nicht darum, dass Steve eine geheime Akte oder so hatte. Er hat immer seine Ideen geteilt – die ganze Zeit. Also, es war ganz anders als das. Ehrlich gesagt, war meine damalige Meinung, dass er Vorsitzender sein würde und das für immer tun würde, und wir würden irgendwie herausfinden, wie sich die Beziehungen dort ändern würden. Das habe ich mir gedacht. Leider ist es nicht so gekommen.“

Privatsphäre und Gleichberechtigung

Die Privatsphäre und Gleichberechtigung sind zwei elementare Bestandteile von Apple. In dem Interview sollen diese wichtigen Werte natürlich nicht fehlen. So erklärte Cook:

„Wir betrachten die Privatsphäre als ein grundlegendes Menschenrecht. […] Unser Fingerspitzengefühl dabei ist, dass wir ein Minimum an Daten von unseren Kunden nehmen…. nur das, was wir brauchen, um einen tollen Service zu bieten.“

„Viele der Probleme der Welt sind auf die mangelnde Gleichberechtigung zurückzuführen. […] Wenn man eines Tages einen Zauberstab schwenken könnte und jeder würde sich gegenseitig mit Würde und Respekt behandeln, gibt es viele, viele Probleme, die damit verschwinden würden.“

Keine Präsidentschaftswahl

Im weiteren Verlauf des Gesprächs erklärte Cook, dass er zwar die US-Wirtschaft mit Investitionen unterstützen wird, eine Karriere in der Politik wäre für ihn jedoch nicht das Richtige. Cook beschäftigt sich zwar verstärkt mit politischen Themen und will die Welt zum Positiven verändern, als Politiker sieht er sich jedoch nicht geeignet.

Kategorie: Apple

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