„Vodafone Pass“ – Bundesnetzagentur fordert Anpassungen

| 21:33 Uhr | 0 Kommentare

Mit „Vodafone Pass“ bietet der Düsseldorfer Mobilfunkankbieter seit einiger Zeit eine Möglichkeit an, dass Kunden bestimmte Apps nutzen können, ohne dass der Datenverbrauch auf das inkludierte Highspeed-Volumen angerechnet wird. Eine ähnliche Option bietet die Telekom mit „StreamOn“ an. Ende letzten Jahres untersagte die Bundesnetzagentur bereits Teilaspekte von StreamOn. Die Telekom legte Widerspruch ein und das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. Nun fordert die Bundesnetzagentur auch Vodafone auf, an „Vodafone Pass“ Anpassungen vorzunehmen.

Bundesnetzagentur fordert Anpassungen bei „Vodafone Pass“

Die Bundesnetzagentur kritisiert den „Vodafone Pass“. Allerdings fällt die Kritik recht harmlos aus und zielt in erster Linie auf das EU-Roaming ab. 

In der Erklärung der Bundesnetzagentur heißt es

Die Nutzung des Angebots „Vodafone Pass“ ist derzeit nur im Inland unbegrenzt möglich. Seit Juni 2017 müssen Mobilfunkanbieter Roaming-Dienste im EU-Ausland zu den gleichen Konditionen wie im Inland anbieten. Vodafone muss die Zubuchoption Vodafone Pass daher auch für die Nutzung im europäischen Ausland öffnen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen die Möglichkeit haben, den Vodafone Pass im EU-Ausland genauso wie zu Hause zu nutzen, das heißt ohne ihr nationales Datenvolumen beim Roaming zu verbrauchen.

Roaming-Anbieter dürfen die Nutzung von Daten im EU-Ausland aber mit einer angemessen Nutzungsregelung (fair-use-policy) begrenzen. Vodafone behält sich vor, das Roamingvolumen für die Nutzung im EU-Ausland auf 5 GB pro Vodafone Pass zu beschränken. Eine solche Beschränkung ist zwar grundsätzlich zulässig, das Volumen nach Auffassung der Bundesnetzagentur aber nicht ausreichend. Daher wird die Beschränkung auf 5 GB mit der heutigen Entscheidung untersagt.

Vodafone Pass kann weiter gebucht werden, das Unternehmen wird allerdings aufgefordert, Anpassungen für die Nutzung in der EU vorzunehmen. 

Anders als beim Zero Rating-Angebot „StreamOn“ der Telekom wird Videoverkehr bei „Vodafone Pass“ derzeit nicht gedrosselt. Vodafone behält sich aber vor, dass Videoverkehr auf SD-Qualität beschränkt wird, soweit dies rechtlich zulässig ist. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Vodafone insbesondere den Ausgang des StreamOn Gerichtsverfahrens berücksichtigen wird. Vodafone hat erklärt, dass die Bundesnetzagentur drei Monate vor Einführung einer Video-Beschränkung informiert wird. Die Bundesnetzagentur hätte ausreichend Zeit, eine unzulässige Videodrossel zu untersagen.

Kategorie: Apple

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