Sonos will Börsengang für Konkurrenzkampf nutzen

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Geht man nach den Experten-Prognosen gehört die Zukunft den Smart Speakern. Das sollte Pionieren wie Sonos eigentlich gefallen, wäre da nicht die starke Konkurrenz. Auch wenn Amazon und Co. den Markt für vernetzte Lautsprecher erst lange nach Sonos für sich entdeckten, so kann es der Hersteller nicht mit der finanziellen Stärke von Amazon, Google und Apple aufnehmen. Aus diesem Grund plant Sonos nun einen Börsengang, der rund 100 Millionen US-Dollar einbringen soll.

Börsengang soll finanziellen Rückhalt bieten

Eine Anmeldung bei der amerikanischen Finanzaufsicht SEC, bestätigt nun den bereits lange vermuteten Börsengang von Sonos. Die Aktion soll Sonos zu einer Finanzspritze von 100 Millionen US-Dollar verhelfen, womit sich das 2002 gegründete Unternehmen auf den Markt besser positionieren will. Wie MarketWatch jedoch bemerkte, „wurde dieser Betrag als Platzhalterbetrag geschätzt“. Ein Börsengang könnte somit durchaus mehr bringen, was gemessen an den finanziellen Reserven der Konkurrenz nicht verkehrt wäre.

Die Anmeldung ermöglicht auch einen Blick auf eine Handvoll interessanter Kenndaten. Was die Leistung von Sonos angeht, so hat sich im Geschäftsjahr 2017 ein Nettoverlust von insgesamt 14,2 Millionen US-Dollar ergeben, der jedoch im Vergleich zu einem Nettoverlust von 38,2 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2016 deutlich zurückgegangen ist. 2015 verzeichnete Sonos einen Verlust von 68,8 Millionen US-Dollar. Ein Blick auf die Umsätze zeigt, dass Sonos für sein Geschäftsjahr 2017 beeindruckende 992,5 Millionen US-Dollar erwirtschaftet hat, was gegenüber den 901,3 Millionen US-Dollar bzw. 843,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 bzw. 2015 einiges mehr ist.

Amazon kann Kooperation kurzfristig beenden

Weiterhin gibt Sonos an, dass bislang 19 Millionen Lautsprecher an knapp 7 Millionen Haushalte verkauft wurden, was ein durchaus hohes Verhältnis pro Haushalt ergibt. Sonos Trumpf-Karte bleibt die Unterstützung von anderen Sprach-Assistenten. Auf lange Sicht will Sonos alle Sprachassistenten in seine Lautsprechersysteme vereinen.

Wo Licht ist, fällt jedoch auch Schatten und so ist dieses Vorhaben ein durchaus riskantes Geschäftsmodell. Wie das Unternehmen im Zuge des Börsengangs aufführt, sehen die Verträge mit Amazon für die Alexa-Nutzung einen relativ kurzen Vorlauf vor. Wenn es Amazon zu ungemütlich wird, könnte der Echo-Hersteller somit kurzerhand die Kooperation kündigen. So heißt es in der Anmeldung:

„Daher ist es möglich, dass Amazon, die Produkte vertreiben, die mit unseren Produkten konkurrieren, die Integration unter Umständen deaktiviert, was dazu führen würde, dass unsere Sonos One oder Sonos Beam Produkte ihre sprachgesteuerte Funktionalität verlieren.“

Kategorie: Apple

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