Twitter sperrte in den letzten zwei Monaten mehr als 70 Millionen Fake-Accounts

| 7:51 Uhr | 2 Kommentare

Wie der Washington Post berichtet, schaltet Twitter im Kampf gegen Fake-Accounts einen Gang höher. Alleine in den Monaten Mai und Juni sollen mehr als 70 Millionen Nutzerprofile gesperrt worden sein, die unter anderem Falschinformationen verbreitet haben.

Twitter räumt auf

Im Schnitt entfernte Twitter in den letzten zwei Monaten täglich mehr als eine Million Fake-Accounts. Mit dieser Maßnahme will der Dienst den Missbrauch der Plattform verhindern. Bisher hatte sich Twitter damit gerühmt, dass man die Meinungsfreiheit nicht einschränken will und reagierte nur zurückhaltend, wenn es um die Aktivitäten von Fake-Accounts ging. Mittlerweile nimmt die Gefahr dieser „Mitglieder“ jedoch überhand. So sind besonders die Fake News ein Dorn im Auge. Mit Falschinformationen wird nicht nur das Meinungsbild der Gemeinschaft beeinflusst, sondern auch eine Unsicherheit hervorgerufen, erklärt Del Harvey, Twitters Vize-Chef für Sicherheit:

„Meinungsfreiheit wird bedeutungslos, wenn sich die Leute unsicher fühlen.“

Dass durch die massenhaften Sperrungen die Nutzerzahlen im zweiten Quartal gesunken sind, nimmt Twitter in Kauf. Auf die „Daily Active Users“ soll die Bannwelle ohnehin keinen großen Einfluss haben, da die strittigen Konten nicht regelmäßig aktiv sind. Der Trend der Sperrungen wird somit auch im Monat Juli fortgesetzt. Weiterhin sei die aktuelle Vorgehensweise nur einer von mehreren Schritten, um den Missbrauch der Plattform einzudämmen. So soll das sogenannte „Shadow Banning“ dafür sorgen, dass ein bemängelter Tweet an Relevanz verliert und in der Flut der täglichen Tweets untergeht.

Kategorie: Allgemein

Tags:

2 Kommentare

  • Mike

    Egal wie man es begründet oder rechtfertigt, Zensur ist und bleibt Zensur.

    09. Jul 2018 | 12:27 Uhr | Kommentieren
    • MrUNIMOG

      Egal wie du es nennen willst, die Maßnahmen sind notwendig und richtig.

      09. Jul 2018 | 13:54 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.