„Project Titan“-Spionage: Ehemaliger Apple-Mitarbeiter plädiert auf „nicht schuldig“

| 7:33 Uhr | 2 Kommentare

Letzte Woche wurde bekannt, dass der ehemalige Apple-Mitarbeiter Xiaolang Zhang vom FBI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen angeklagt werden soll. Zhang bediente sich laut der Anklage bei Apple und entwendete geheime Unterlagen sowie Hardware des Unternehmens. Wie Reuters nun berichtet, hat der Angeklagte auf „nicht schuldig“ plädiert.

Wanderten „Project Titan“-Geheimnisse nach China?

Es erinnert ein wenig an einen Spionage-Krimi, wenn man die jüngsten Ereignisse rund um „Project Titan“ betrachtet. Xiaolang Zhang wurde im Dezember 2015 bei Apple angestellt, um Software und Hardware für den Einsatz in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Aufgrund seiner Position im Unternehmen hatte er einen Zugriff auf eine Vielzahl von geheimen Informationen zu dem Projekt. Ein Privileg, das nur 2.700 „Kernmitarbeiter“ von Apple erhalten. Zhang nutzte diese Zugriffsberechtigung jedoch nicht nur für seine Arbeit.

Laut der Anklage kopierte Zhang einige Daten, von denen 60 Prozent als „sehr problematisch“ eingestuft wurden. Dass Zhang seinen Familienurlaub in China verbracht hatte, war sicher kein Zufall. Denn hier hat er seinen zukünftigen Arbeitgeber XMotors kennengelernt – ein chinesisches Startup-Unternehmen, dass sich auf autonome Fahrzeugtechnologien spezialisiert hat. Aufgeflogen ist der Diebstahl, nachdem sich Zhang im Zuge seiner Kündigung bei Apple sehr auffällig verhalten hatte. Schnell wurde Apples internes Sicherheits-Team auf den Fall angesetzt, woraufhin sehr verdächtige Aktivitäten von Zhang entdeckt wurden. Alle Beweise von Apple wurden an das FBI weitergeleitet, woraufhin ein Haftbefehl ausgestellt wurde. Gerade rechtzeitig, als sich der ehemalige Mitarbeiter nach China absetzen wollte.

Bisher ging man davon aus, dass Zhang die Tat bereits gestanden hat. Nun gibt es jedoch die offizielle Mitteilung von Zhangs Anwalt Daniel Olmos, dass der Angeklagte auf „nicht schuldig“ plädiert. Es besteht somit die Chance, dass uns ein größeres Gerichtsverfahren bevorsteht. Für den Diebstahl von Apples Geschäftsgeheimnissen muss Zhang mit bis zu 10 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe in Höhe von 250.000 US-Dollar rechnen.

2 Kommentare

  • Ballroom

    So ein Spinner! Es ist bewiesen und dann behaupten nicht schuldig. Typisch sowas!

    18. Jul 2018 | 8:37 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Mit Datenklau hat Apple ja Erfahrung , der eine hat danach eine riesige
    Softwarefirma gegründet der andere dick Kohle bei Google gemacht.
    Jetzt haben sie wieder gepennt , man sollte doch meinen das
    man aus fehlern lernt.
    Aber wenigstens können sie jetzt mal einen Erfolg bei der Zielfahndung
    vermelden und den Vogel wegsperren.
    Witzig. finde ich das er sich für unschuldig hölt bei der Beweislage.

    18. Jul 2018 | 8:41 Uhr | Kommentieren

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