Smartphone-Drosselung: Apple und Samsung müssen Bußgeld in Millionenhöhe zahlen

| 17:41 Uhr | 0 Kommentare

Die italienische Wettbewerbsbehörde hat Apple und Samsung mit Millionenstrafen wegen eines „geplanten Verschleißes“ ihrer Smartphones belegt. Wegen einer gezielten Drosselung der Leistungsfähigkeit muss Apple 10 Millionen Euro Strafe zahlen. Grund zum Anstoß war die viel diskutierte iPhone-Bremse, mit der Apple den Betrieb von älteren iPhones mit einem angeschlagenen Akku gewährleisten wollte. Samsung wird ebenso mit einem Bußgeld für ein ähnliches Vergehen bedacht, muss jedoch „nur“ 5 Millionen Euro zahlen.

„Schutzmaßnahme“ kostet Apple 10 Millionen Euro

Italiens Wettbewerbshüter sind zu dem Schluss gekommen, dass Apple und Samsung ältere Smartphones mit Updates verlangsamten, ohne die Nutzer über diesen Zustand zu informieren oder die Möglichkeit zu geben, den Zustand wieder aufzuheben.

Nachdem im letzten Jahr eine Drosselung bei iPhones entdeckt wurde, gab Apple vergangenen Dezember bekannt, dass der Betrieb älterer iPhones gewährleistet werden soll, indem die Leistung bei Geräten mit einem alternden Akku zurückgefahren wird. Der Hersteller hatte dieses Verfahren als eine Schutzmaßnahme bezeichnet und ausführlich erklärt. Für die Wettbewerbsbehörde sind dies jedoch „unlautere Geschäftspraktiken“, insbesondere weil Apple die Kunden nicht über die Maßnahme informiert hatte. So seien die Kunden gedrängt worden, schneller neue Geräte zu kaufen. Ähnliches gilt auch für Samsung.

Der koreanische Hersteller sorgte jedoch für eine bessere Aufklärungsarbeit bezüglich der Pflege und Haltbarkeit von Akkus und gab zusätzlich die Möglichkeit, den Akku einfach zu wechseln. Aus diesem Grund wird Samsung „nur“ mit einer Strafe in Höhe von 5 Millionen Euro bedacht, wohingegen Apple mit 10 Millionen Euro zur Kasse gebeten wird. Das vergünstigte Akku-Austausch-Programm von Apple hat die Wettbewerbshüter offensichtlich nicht besänftigt. Das Urteil aus Italien ist das erste seiner Art – derzeit drohen Apple in Frankreich und den USA ähnliche Strafen. (via Reuters)

Kategorie: Apple

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