MacBook Air 2018: Teardown bestätigt austauschbaren Akku

| 19:32 Uhr | 0 Kommentare

Heute Morgen haben wir euch erst von einem internen Apple-Dokument berichtet, dass eine bessere Reparierbarkeit für das neue MacBook Air in Aussicht stellt. Nun hat sich iFixit das MacBook Air vorgenommen und bestätigt bei der Gelegenheit, dass der Akku und der Lautsprecher unabhängig vom Top-Case ausgewechselt werden können.

MacBook Air 2018 im Teardown

Als Erstes widmen sich die Reparatur-Experten von iFixit der Tastatur und bestätigen, dass die Tastenkappen (Keycaps), die bereits vom MacBook Pro 2018 bekannte Silikonschicht zum Schutz gegen Schmutz besitzen. Bei dem Ausbau ist Vorsicht geboten, da die Schutzmembran schnell reißen kann.

Im Inneren des MacBook Air herrscht wieder die Apple-typische Ordnung, wie ihr anhand des Fotos sehen könnt:

Als iFixit tiefer eintaucht, zeigt sich, dass die beiden Thunderbolt 3 Ports modular sind und somit ausgewechselt werden können. Die reparaturfreundliche Designüberlegung setzt sich bei der weiteren Reise fort. So zeigen sich zehn abziehbare Klebezungen, die den 49,9 Wh Akku und die Lautsprecher sichern. Das ist durchaus eine Besonderheit. Bei allen Retina MacBook und MacBook Pro Modellen, die seit 2012 auf den Markt gekommen sind, war der Akku so verklebt, dass das gesamte Top-Case-Gehäuse, inklusive Tastatur und Trackpad, ausgewechselt werden musste, wenn ein Akkutausch anstand.

Schließlich bestätigt iFixit, dass der Touch ID Sensor auch im neuen MacBook Air modular ist. Dieser kann somit unabhängig von dem Logic Board ausgetauscht werden. Das MacBook Air muss jedoch eine Apple-Diagnose bestehen, damit die Reparatur abgeschlossen werden kann. Diese Software steht nur Apple und autorisierten Service-Partnern zur Verfügung.

Trotz Fortschritte kein zugängliches Gerät

Das MacBook Air 2018 ist für Apples Verhältnisse zwar deutlich reparaturfreundlicher geworden, dennoch vergibt iFixit nur 3 von 10 Punkten für die Reparierbarkeit, was letztendlich mit den noch vorhandenen Hürden begründet wird. So verwendet Apple immer noch Pentalobes (fünflappige, blütenförmige Schraubenkopfprofile), um Heimwerker von dem Innenraum des MacBooks fernzuhalten. Wenn man erst mal vorgedrungen ist, bleibt die Reparatur umständlich. Ohne spezielles Werkzeug und dem speziellen Fachwissen sollte man das Projekt gar nicht erst angehen. Außerdem ist der RAM und auch der Speicher wieder fest mit dem Logic Board verlötet.

Apple hat mit dem neuen MacBook Air jedoch einen Schritt gemacht, um die Hardware zugänglicher zu machen, was die Reparatur-Experten erfreut und so hoffen sie, dass dies „nur der Anfang eines Aufschwungs im reparablen Design“ bei Apple ist.

Kategorie: Mac

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