DriveSavers entsperrt angeblich passwortgeschützte iPhones – Kostenpunkt 3.900 Dollar

| 16:04 Uhr | 0 Kommentare

DriveSavers ist vor allem für seine Datenrettungsdienste bekannt. Nun macht das Unternehmen mit einem neuen Service auf sich aufmerksam. So behauptet DriveSavers, dass Kunden für 3.900 US-Dollar einen Zugang zu gesperrten Smartphones erhalten. Dabei sollen auch schwer zu knackende iOS-Geräte kein Problem sein.

iPhone-Hack für Endverbraucher

Der Service von DriveSavers, genannt Passcode Lockout Data Recovery, wird als Dienst für Endverbraucher beworben und wurde somit nicht für die Strafverfolgung oder andere offizielle Cybersicherheitsunternehmen konzipiert. Bisher konnte die Wirksamkeit noch nicht überprüft werden. Informationen zu der genutzten Methode bleibt das Unternehmen ebenfalls schuldig.

DriveSavers beschreibt sein Angebot als einen einzigartigen Service und verlangt für die Entsperrung eines Smartphones einen Eigentumsnachweis oder andere Nachweise, die Bestätigen, dass eine Zugangsberechtigung vorliegt. In der Pressemitteilung heißt es unter anderem:

„Der einzigartige Service wird ausschließlich Verbrauchern angeboten, die Gerätepasswörter vergessen haben, nach zu vielen falschen Versuchen gesperrt wurden und für diejenigen, die Zugang zu Daten benötigen, die auf dem Gerät eines verstorbenen Familienmitglieds gespeichert sind.

Andere Unternehmen bieten einen ähnlichen Service nur für die Strafverfolgung an. DriveSavers ist das erste Unternehmen, das den Verbrauchern einen „Passcode Lockout Data Recovery Service“ anbietet. Der DriveSavers-Dienst ist für die Strafverfolgung nicht verfügbar und erfordert einen Eigentumsnachweis, bevor ein Gerät entsperrt werden kann.“

Ein fraglicher Service

Natürlich rufen diese Behauptungen eine gewisse Skepsis hervor. Apples iPhone wird durch ein Passwortsperrsystem geschützt, das nicht einmal das FBI selbst umgehen konnte, was vor zwei Jahren zu einem berüchtigten Showdown zwischen Apple und dem FBI führte.

Der Passcode wird auf einem iPhone verschlüsselt abgespeichert, so dass nicht einmal Apple auf ein Gerät zugreifen kann, sobald es gesperrt ist. Es gibt Möglichkeiten ein iOS-Gerät aus der Ferne zu löschen, aber das Abrufen von Informationen wie Texten, Fotos und anderen nicht in der Cloud gespeicherten Daten soll technisch unmöglich sein, zumindest nicht ohne die Ausnutzung einer Sicherheitslücke.

Das FBI kaufte schließlich den Service einer Drittfirma, angeblich für über 1 Million US-Dollar, mit dem man den Zugang zu einem iPhone 5C erlangte. Mittlerweile bietet auch das Unternehmen Grayshift für Strafverfolgungsbehörden einen relativ günstigen Service (ab 15.000 US-Dollar) an, der ebenfalls iPhones entsperren kann. In beiden Fällen wird jedoch angenommen, dass der verwendete Exploit mit iOS 12 nicht mehr in vollem Umfang funktioniert, da er sich auf die Softwarearchitektur einer älteren iOS-Version stützte. (via MacRumors)

Kategorie: iPhone

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