Bundeskartellamt leitet Missbrauchsverfahren gegen Amazon ein

| 22:29 Uhr | 1 Kommentar

Das Bundeskartellamt hat nach zahlreichen Beschwerden deutscher Händler ein Missbrauchsverfahren gegen Amazon eingeleitet. Hierbei werden die Geschäftspraktiken des Marktplatz-Anbieters bemängelt, unter die der Handel laut den Beschwerden leidet.

Im Visier der Kartellbehörde

Amazon nimmt im Online-Handel eine Doppelrolle ein. Der Konzern ist mit Abstand der größte Online-Händler in Deutschland und betreibt zusätzlich einen Internet-Marktplatz, auf dem unabhängige Händler ihre Waren anbieten. Die Händler bemängeln schon länger, dass Amazon seine Marktposition ausnutzt. Die Liste von Vorwürfen gegen Amazon ist lang. Unter anderem werden von den Händlern intransparente Kündigungen, Sperrungen von Händlerkonten und verzögerte Auszahlungen aufgeführt.

Das Kartellamt prüft nun, ob Amazon seine Doppelrolle zu Lasten der Marktplatz-Händler ausnutzt. Dabei werden insbesondere die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den Händlern untersucht. Voraussetzung für eine Ermittlung ist die marktbeherrschende Position des Konzerns und die Tatsache, wie sehr die Händler von Amazon abhängig sind. Wie die Kartellwächter bestätigen, gibt es für beide Faktoren Anhaltspunkte, weswegen die Untersuchung eingeleitet werden soll.

Sollte sich der Verdacht im Zuge des Missbrauchsverfahrens bestätigen, könnte das Kartellamt den US-Konzern dazu zwingen, die beanstandeten Praktiken zu beenden. Eine Geldstrafe wird von Experten nicht erwartet.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • DerDirk

    Das ist doch eine ganz einfache Laube.
    Amazon stampft den „Marktplatz“ ein.
    Dann werden auch keine Mitbewerber mehr benachteiligt.

    30. Nov 2018 | 11:46 Uhr | Kommentieren

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