iMessage: Apple erwägt die Unterstützung des SMS-Nachfolgers RCS

| 15:46 Uhr | 0 Kommentare

Der Chat-Dienst RCS (Rich Communications Services) soll WhatsApp und Co. Konkurrenz machen. Wie die SMS läuft der Dienst über das Mobilfunknetz und soll somit das Mobile Messaging wieder zu den Mobilfunkanbietern führen. Wie 9to5Mac berichtet, soll Apple angeblich mit den zuständigen Anbietern im Gespräch sein, um den neuen Dienst in iMessage zu integrieren.

RCS in iOS

Auf reddit ist eine Präsentationsfolie von einem GSMA-Event aufgetaucht. Die GSMA ist eine Handelsorganisation, die Mobilfunkbetreiber vertritt. Die Veranstaltung fand bereits am 24. Oktober statt, über die behandelten Themen war bisher jedoch noch nichts bekannt.

Laut der mutmaßlichen Folie der Konferenz hat Apple „mit der GSMA und den Betreibern Gespräche über die Aufnahme von RCS in iOS geführt“. Dies ist natürlich bisher nur ein vager Hinweis, dass RCS in Zukunft von iMessage unterstützt werden könnte. Der Pitch verrät uns jedoch drei Dinge, die eine Integration mit sich bringen würde:

  • Verbesserung der iMessage-Erfahrung für Kunden im Bezug auf Apple-fremde Dienste
  • Erfüllung der Bedürfnisse von Betreibern in Märkten mit hoher Apple-Konzentration, die RCS einsetzen
  • Vorbereitung auf die Post-2G- und Post-SMS-Zukunft

Die Zukunft von RCS

Das Ziel des RCS Universal Profils ist es, allen Benutzern ein einheitliches datenbasiertes Messaging-Erlebnis zu bieten. Dafür ist das Projekt auf Anbieter wie Apple und Google angewiesen. Die Motivation der Mobilfunkanbieter soll dabei groß sein. Unter anderem unterstützt RCS Features wie Lesebestätigungen, Schreibindikatoren, HQ-Bildversand, Gruppen-Messaging und mehr.

Ob Apple auf den RCS-Zug aufspringen wird, ist fraglich. Mit iMessage hat Apple im Grunde alles, was das Unternehmen möchte. Allenfalls die Schnittstelle zur Außenwelt könnte für Apple interessant sein. Zumindest Google möchte RCS in Zukunft unterstützen und zum Standard für Android machen. Das Problem hinter dem Konzept bleibt jedoch, dass viele Parteien mitspielen müssen, die letztendlich Konkurrenten sind. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Dienst bisher eher schleppend vorankommt.

Kategorie: Apple

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