Qualcomm verweigerte Apple LTE-Chips für iPhone XS (Max) und iPhone XR

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Im Kartellrechtsverfahren, das die Federal Trade Commission (FCC) mit Qualcomm ausfechtet, ging es heute vor Gericht weiter. Unter anderem war Apple Chief Operating Officer Jeff Williams geladen. Dieser gab an, dass sich Qualcomm weigerte, Apple Mobilfunkchips für die 2018er Modelle zu verkaufen, nachdem Apple den Chip-Hersteller im Jahr 2017 verklagt hatte.

FCC untersucht Machenschaften von Qualcomm

Apple COO Jeff Williams musste heute vor Gericht im Kartellrechtsverfahren der FCC gegen Qualcomm aussagen. Die Aussage des Apple Managers impliziert, dass Qualcomm Apple im übertragenen Sinne gezwungen hat, auf Intel Chips für das iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR zu setzen. Apple wollte mit Qualcomm und Intel auf zwei Lieferanten setzen, um zweigleisig zu fahren. Qualcomm weigerte sich jedoch, Apple zu beliefern. Im weiteren Verlauf der Aussage, erklärte Williams noch einmal explizit wie Qualcomm in der Vergangenheit Apple buchstäblich die Pistole auf die Brust gesetzt hat, um den iPhone-Hersteller zu ihren Chips zu zwingen und entsprechend hohe Lizenzabgaben zu bezahlen.

Im Oktober 2017 gab Qualcomm gegenüber noch zu verstehen, dass das Unternehmen Mobilfunkchips getestet und an Apple geliefert habe, um Apple den Einsatz der Chips zu ermöglichen. Schlussendlich weigerte sich Qualcomm jedoch Chips für das iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR zur Verfügung zu stellen. Für ältere iPhone-Modelle beliefert Qualcomm nach wie vor Apple.

Die FCC untersucht in dem aktuellen Fall, inwiefern Qualcomm seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt hat, um Kunden dazu zu zwingen, Qualcomm Chips einzusetzen und dafür hohe Patentgebühren zu bezahlen. Genau dies wirft Apple dem Chip-Hersteller in einem separaten Gerichtsstreit. Mehrere Kartellbehörden rund um den Globus untersuchen dieser Tage das Vorgehen von Qualcomm. (via CNN)

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