Gardena Smart System: Ein Blick hinter die Kulissen

| 21:16 Uhr | 0 Kommentare

Ein Blick hinter die Kulissen der Gardena Smart System Entwicklung. Bei einem Besuch in Zürich hatten wir die Möglichkeit, das Gardena Digital Hub zu besuchen und uns einen Einblick zu verschaffen. Der Besuch war spannend, da sich Gardena noch bei der HomeKit-Entwicklung für das Smart System befindet. HomeKit ist bereits angekündigt und wird im ersten Quartal 2019 in Form eines Firmware-Updates freigeschaltet.

Gardena Digital Hub in Zürich

Gardena wurde im Jahr 1961 gegründet. Seit 2007 gehört das Unternehmen zur schwedischen Husqvarna-Gruppe. Der Stammsitz ist in Ulm. Jedes Unternehmen hat ein bestimmtes Produkt, welches typisch für ein Unternehmen ist, und welches maßgeblich zum Erfolg beigetragen hat. Bei Gardena dürfte es sich dabei um das Wasserschlauch-Stecksystem (Original Gardena System) handeln. Diese Steckkupplung dürfte hierzulande in nahezu jedem Haushalt, zumindest bei denjenigen, die einen Garten besitzen, zu finden sein. Völlig unkompliziert kann man so z.B. einen Wasserschlauch mit einer Brause verbinden. In jedem Baumarkt ist dieses System zu finden.

Mit seinem Portfolio deckt Gardena nahezu alle Bedürfnisse im Garten ab. Egal ob Schläuche, Steckverbindungen, Rasenmäher, Heckenscheren, Schneeschieber etc. Gardena bietet für jedes Einsatzgebiet ein Produkt an. Zurück nach Zürich und zum Gardena Smart System. In den letzten Jahren ist das Thema „Smart Home“ immer bedeutsamer geworden. Doch warum sollte man Smart Home Produkte lediglich für die eigenen vier Wände entwickeln? Erstaunlich früh ist Gardena zu der Erkenntnis gekommen, dass man auch den Garten in das Thema Smart Home einbeziehen sollte. Es gibt schlichtweg im Garten sehr gute Möglichkeiten der Automatisierung. In erster Linie denken wir dabei an die Bewässerung. Zum einen kann man die gewonnene Zeit anderweitig nutzen (z.B. auf dem Liegestuhl oder am Grill) und zum anderen bietet die Automatisierung bzw. das intelligente Bewässern die Möglichkeit einer qualitativ hochwertigeren Bewässerung. So kann man unter anderem die Bewässerung in den frühen Morgenstunden starten und Sensoren nutzen, um die Bewässerung zu optimieren. Aber auch der Mähroboter und die weiteren Smart System Produkte bieten entsprechende Vorzüge.

Es ist kein Zufall, dass das Gardena Digital Hub in Zürich zu finden ist. Wenn man über das Gardena Digital Hub berichtet, muss man zwangsläufig über die Koubachi AG sprechen. Wir selbst hatten erstmals im Jahr 2011 Kontakt mit der Koubachi AG. Zwei Jahre zuvor wurde das Unternehmen gegründet. 

Die Koubachi AG war ein sogenanntes Spin-Off der ETH Zürich (Eidgenössische Technische Hochschule). Ziel des Unternehmen war es das Potential von Smart Home zu nutzen und neue Möglichkeiten für den Gartenbereich zu schaffen. Das erstes Produkt des Unternehmens war die Koubachi Plant Care Engine. Diese lieferte Informationen, die zur Pflege verschiedener Pflanzenarten erforderlich ist. Das Ganze wurde für das iPhone und iPad realisiert. Das System berücksichtigte unter anderem Pflanzenarten, Jahreszeiten und den geografischen Standort. Erstes Hardware-Produkt war ein Feuchtigkeitssensor, der Anwender über den Feuchtegrad von Pflanzen informierte und ans Gießen erinnerte. Schon damals wirkten nicht nur Ingenieure, sondern auch Biologen, Pflanzenexperten etc. an der Entwicklung mit.

Warum erzählen wir euch das? Im Jahr 2015 wurden die Smart Garden Spezialisten von Koubachi von der Husqvarna Gruppe übernommen. Koubachi war zweifelsfrei Pionier beim Smart Gardening und so war es unserer Meinung nach ein kluger Schachzug von Gardena bzw. der Husqvarna Gruppe die Koubachi AG zu übernehmen. Anstatt bei Null anzufangen sicherte sich Gardena durch die Übernahme reichlich Expertise.

Gardena entschied sich dazu, den Charakter eines StartUp-Unternehmens beizubehalten und am Standort Zürich festzuhalten. Das Unternehmen beschäftigt in seinem Entwicklungszentrum in Zürich derzeit rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich unmittelbar mit der Entwicklung der Firmware der Geräte, der Software der App sowie des Backends kümmern und die Qualität sicherstellen. Zum Team gehören aber nicht nur Ingenieure, sondern auch Product Owner, welche die Anforderungen des Produktmanagements und somit der Endkunden in die agilen Teams übersetzten, einen Pflanzenphysiologen und ein Team aus UI/UX-Spezialisten.

Die Geräte selbst werden an anderen Standorten in Deutschland und Schweden entwickelt. Auch dort blickt Gardena auf Kollegen des Gardena smart system Teams, die für Produkt- und Projektmanagement sowie die Qualitätssicherung und den ordnungsgemäßen Betrieb unseres Systems zuständig sind.

Die in Zürich entwickelte Software wird vor Ort auch durch die Verantwortlichen getestet. So betreibt Gardena eine Testfläche für Mähroboter, auf der Prototypen, Software-Neuerungen etc. getestet werden. Zudem hegt und pflegt das Unternehmen in der Nähe des Offices einen Testgarten, in dem alle Smart System Produkte zum Einsatz kommen. Der Garten wird übrigens gemeinschaftlich von Gardena Mitarbeitern gepflegt. So besteht die Möglichkeit, zwischendurch dem Büroalltag zu entfliehen und mal eine Stunde bei der Gartenarbeit auf andere Gedanken zu kommen.

HomeKit Entwicklung

Auch wenn Gardena bereits die Unterstützung von IFTTT anbietet und weitere Smart Home Möglichkeiten erforscht werden, haben wir die HomeKit-Entwicklung als besonders spannend empfunden.

Im Gespräch gab Dr. Alexander Becker als Director Global Product Management Smart System von Gardena zu verstehen: 

Uns war von Anfang an klar, dass wir unser System öffnen und mit anderen Ökosystemen verbinden wollen, damit unsere Nutzer mehr Anwendungsmöglichkeiten haben und unsere Smart Garden Produkte nahtlos mit Smart Home Anwendungen anderer Hersteller aus einer gemeinsamen App heraus steuern können. Die Anbindung an Apple HomeKit haben wir im Laufe des vergangenen Jahres umgesetzt. Dabei waren wir im direkten Dialog mit Apple, die uns bei der Umsetzung sehr gut unterstützt haben. Uns war wichtig, die Anbindung auch für Bestandskunden zu ermöglichen, die sich bereits früh für unser System entschieden und entsprechend investiert haben. Daher war der Weg der Software-Authentifizierung der Geräte für Apple HomeKit – also ohne speziellen eingebauten Chip – für uns optimal. Wir sind einer der ersten Hersteller, die dies so implementiert haben. Natürlich musste auch alles ausgiebig getestet werden und schließlich der Zertifizierungsprozess bei Apple durchlaufen werden. Da die Mehrheit unserer Nutzer ein iOS Gerät benutzt, haben wir mit HomeKit gestartet und werden sukzessive auch an weitere Ökosysteme andocken. Mit der bereits verfügbaren IFTTT-Anbindung ist dies über Umwege schon heute möglich. Selbstverständlich haben wir parallel viele weitere Funktionen, wie unsere neue Pflanzenbibliothek, entwickelt und haben spannende Features für die Saison 2019 in Vorbereitung.

Fazit

Der Besuch des Gardena Digital Hub in Zürich stellte für uns eine gute Möglichkeit dar, für wenige Stunden in die Entwicklung des Gardena Smart Systems hinein zu schnuppern. Vor zehn Jahren haben die meisten Anwender vermutlich Smart Home und insbesondere Smart Gardening nicht so stark „auf dem Schirm gehabt“, wie es heute der Fall ist. In den eigenen vier Wänden ist Smart Home längst angekommen und auch im Garten nimmt das Thema einen immer größeren Stellenwert ein.

Dies hat auch Gardena erkannt und so hat man 2015 die Koubachi AG übernommen, um bei diesem Thema nicht bei Null anfangen zu müssen. Auch ein kürzlich durchgeführter Umzug in größere Räumlichkeiten sowie die Suche nach weiteren Mitarbeitern dokumentiert, dass sich Gardena mehr und mehr auf das Thema konzentriert.

Auch wenn es andere Hersteller gibt, die den ein oder anderen Sensor oder eine Outdoor-Steckdose für den Gartenbereich anbieten, gibt es in unseren Augen keinen Hersteller der auch nur ansatzweise ein so komplettes Smart Home System für den Garten anbietet. Die Unterstützung von IFTTT und HomeKit sowie zukünftig möglicherweise Amazon Alexa und Google Home lassen Gardena Smart Home in unseren Augen noch einmal attraktiver erscheinen.

In diesem Jahr wird sich Gardena in erster Linie auf die Software-Entwicklung konzentrieren. Dort liegt sicherlich reichlich Potential, um das Smart System zu erweitern. Nichtsdestotrotz hat der Hersteller mit Gardena Sileno Life auch neue Hardware angekündigt. Der smarte Mähroboter ist bereits auf dem Markt verfügbar und sofort lieferbar.

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Kategorie: Apple

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