“Fix It Already”: Apple soll iCloud-Backups besser absichern

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Die EFF (Electronic Frontier Foundation) hat eine Initiative namens „Fix It Already“ angekündigt. Der erste Beitrag beschreibt spezifische Datenschutz- und Sicherheitsprobleme, die Apple und acht andere große Technologieunternehmen beheben sollen.

Vieles ist bereits sicher – iCloud-Backups sollen nachziehen

Die EFF fordert große Technologie-Unternehmen auf, Schwachstellen in ihren Produkten zu beseitigen. Im Falle von Apple argumentiert die EFF, dass das Unternehmen den Nutzern die Möglichkeit geben sollte, eine stärkere Verschlüsselung von iCloud-Backups festzulegen. Solche Backups sind bereits verschlüsselt, können aber bei Bedarf von Apple entschlüsselt werden – und damit bei staatlichen Suchanfragen übergeben werden. iMessage-Konversationen, FaceTime-Anrufe und auf dem iPhone gespeicherte Daten kann Apple hingegen nicht entschlüsseln. Die EFF fordert Apple auf, das iCloud-Backups genauso gut abgesichert werden, wie es bei diesen anderen Diensten der Fall ist.

„Die gute Nachricht“, so die EFF, „ist, dass Apple CEO Tim Cook die Verschlüsselung von iCloud-Backups bereits für eine gute Idee hält und sie in Zukunft umsetzen will“, was den ansonsten sehr hohen Datenschutz-Standard des Unternehmens weiter verbessern würde.

Während die EFF eine stärkere Verschlüsslung fordert, so hatte sich das sogenannte „Five Eyes intelligence network“ bereits im Vorfeld gegen eine entsprechende Verschlüsselung ausgesprochen. Alle „Five Eyes“ Nationen – Australien, Kanada, Neuseeland, Großbritannien und die USA – haben bereits vor einigen Monaten angekündigt, über eine neue Gesetzgebung für den Zugang zu verschlüsselten Daten nachzudenken. Hierbei wurde ein Gesetz vorgeschlagen, dass Technologieunternehmen wie Apple verpflichtet, den Behörden nach Erhalt eines Haftbefehls Zugang zu verschlüsselten Daten zu gewähren. Die von der EFF geforderte Verschlüsslung würde einer solchen Maßnahme deutlich entgegenwirken.

Kategorie: Apple

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