Spotify reicht EU-Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple ein

| 16:45 Uhr | 3 Kommentare

Spotify hat bei der Europäischen Kommission eine Beschwerde gegen Apple eingereicht und den iPhone-Hersteller beschuldigt, App-Store-Regeln durchzusetzen, die „die Auswahl bewusst einschränken und Innovationen auf Kosten der Benutzererfahrung ersticken“. Weiterhin bemängelt Spotify, dass Apple „sowohl als Spieler als auch als Schiedsrichter agiert, um andere App-Entwickler bewusst zu benachteiligen“.

Spotify beschwert sich über „unfairen“ Wettbewerb

In einem Blogbeitrag äußerte sich der Gründer und CEO von Spotify, Daniel Ek, besonders besorgt darüber, dass Apple eine 30-prozentige „Steuer“ auf Einkäufe im App Store verlangt. Dies würde dazu führen, dass Spotify 12,99 US-Dollar pro Monat für sein Premium-Paket veranschlagt (anstatt die üblichen 9,99 US-Dollar), wenn der Kunde über den App Store ein Abo abschließt.

Ek glaubt, dass dies Apple einen „unfairen Vorteil“ verschafft, da Spotify nicht in der Lage ist, fair mit dem Standardpreis von Apple Music zu konkurrieren. Dies ist eine große Sache, wie der Spotify CEO erklärt, da es über eine Milliarde aktive iOS-Geräte gibt. Ek betont, dass es sich hierbei nicht um eine „Spotify-versus-Apple-Frage“ handelt, sondern es einfach darum geht, „die gleichen fairen Regeln für junge und alte sowie große und kleine Unternehmen zu finden“.

Apps wie Uber und Deliveroo zum Beispiel dürfen Zahlungen direkt von Kunden einziehen, da sie „Waren oder Dienstleistungen anbieten, die außerhalb der App verbraucht werden“, wie es die App Store Richtlinien von Apple vorsehen. Im Gegensatz zu Spotify können diese Apps so die 30-prozentige Provision von Apple umgehen. Weiterhin merkt Ek an, dass Spotify „erfolglos“ versucht hat, die Probleme direkt mit Apple zu lösen, was nun zu der Beschwerde bei der Europäischen Kommission führte.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Gadt

    Spotify soll mal die Füsse still halten .
    Es ist ihre Entscheidung sich von Apple und seinen Vorzügen
    zu trennen. 30% hört sich im ersten Moment viel an aber
    wenn man mal genauer hinschaut ist die Eigenverwaltung
    aufwendig und teuer. Das hat wohl auch Spotyfi gemerkt
    und viele werden auch deshalb die Plattform Richtung
    Apple verlassen haben.
    Apple User schätzen das einfache .
    Jetzt so zurück zu schlagen ist nur armseelig.

    13. Mrz 2019 | 19:16 Uhr | Kommentieren
    • Gast

      Das all-in-one Paket kostet nun mal richtig Geld , Spotify wollte
      sparen und merkt nun das es so nicht billiger wird.
      Jetzt versucht man mit Öffentlichkeitsarbeit Apple unter Druck
      zu setzten was nicht funktioniert.

      14. Mrz 2019 | 10:35 Uhr | Kommentieren
  • Magic

    es gibt mehrere plattformen um seine app anzubieten und somit auch dienstleistungen. ist man mit den gebühren dort nicht einverstanden, kann man entweder eine eigene plattform aufbauen (viel zu teuer und utopisch) oder andere plattformen nutzen…. apple zwingt spotify nicht dazu, ihre plattform zu nutzen.

    spotify scheint wohl langsam probleme zu bekommen. oder vielleicht sogar panik.

    13. Mrz 2019 | 20:47 Uhr | Kommentieren

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