Apple vs. Qualcomm: Die Zukunft von 5G ist in Gefahr

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Nach jahrelangen Auseinandersetzungen scheinen wir uns langsam auf den Weg zu einem letzten Showdown zwischen Apple und Qualcomm zu begeben. Apple ist überzeugt, dass Qualcomm eine „Monopolstellung“ missbraucht, um überhöhte Lizenzgebühren für seine Modem-Chips zu erheben. Der Chip-Hersteller reagierte auf Apples Anschuldigung mit einer Reihe von Patentklagen und forderte ein Verkaufsstopp des iPhones. Die U.S. International Trade Commission (ITC) hatte sich jedoch gegen ein iPhone-Verbot in den USA entschieden. Nun soll der Fall mit neuen Argumenten ein weiteres Mal behandelt werden, bevor es dann bald an den Kartellprozess geht.

Die Zukunft von 5G ist in Gefahr

Apple und Qualcomm fahren nun alle Geschütze auf, wobei insbesondere die 5G-Entwicklung als Argument in den Patentstreitigkeiten genutzt wird. So heißt es in einem Bericht von Bloomberg:

„Die Protagonisten in einem weitreichenden und erbitterten Rechtsstreit vor der U.S. International Trade Commission argumentieren, dass die Handlungen des anderen die Führung der Nation in der Funktechnologie der fünften Generation schädigen. Die Kommission soll am Dienstag wichtige Entscheidungen im langjährigen Kampf um Patentstreitigkeiten veröffentlichen – darunter ein Fall, der zu einem Importverbot für eines der berühmtesten Produkte der US-Wirtschaft führen könnte.“

Qualcomm argumentierte erstmals 2017, dass Apple bis zu 16 seiner Patente verletzt habe und dass die ITC daher den Import von iPhones verbieten sollte. Die ITC befand, dass Apple eines der 16 Patente verletzt hatte, entschied aber, dass ein Einfuhrverbot kein geeignetes Mittel sein würde. Qualcomm erhob Einwände, woraufhin die ITC zustimmte, das Urteil zu überprüfen. Eine Entscheidung wurde ursprünglich letzten Monat erwartet, wurde aber verzögert und wurde nun für morgen angekündigt.

Apple argumentierte zuletzt, dass der Wettbewerb für die Innovation im Bereich 5G unerlässlich ist und wenn Qualcomm gewinnen sollte, würde dies für Intel den Wettbewerb unmöglich machen, womit die „Monopolstellung“ von Qualcomm nur noch gestärkt wird. So heißt es bei Apple u.a.:

„Ohne die aktuellen 4G-Verkäufe an Apple fehlt Intel ein wichtiges Fundament, um im Bereich der kommenden 5G-Chipsatz-Verkäufe zu konkurrieren. Intel ist jetzt der einzige US-Basisband-Chipsatz-Hersteller, der noch immer gegen die wettbewerbswidrigen Praktiken von Qualcomm besteht.“

Diese Aussage will Qualcomm natürlich nicht auf sich sitzen lassen und gibt an, dass es genug Konkurrenz gibt. So folgt Huawei beispielsweise auf Platz 2 in der 5G-Entwicklung. Ein Eingriff würde generell dem Wettbewerb schaden. Letztendlich behauptet Apple, dass die Patentverletzung mit einer Softwareänderung behoben werden kann, hierfür bräuchte man jedoch Zeit. Ein Importverbot wäre somit nicht notwendig und würde der Wirtschaft nur schaden.

Kategorie: Apple

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