Apple könnte Reparatur-Richtlinien lockern

| 10:37 Uhr | 0 Kommentare

Hersteller von Unterhaltungselektronik sehen es gar nicht gerne, wenn Nutzer ihre Hardware selber reparieren. Dementsprechend wird es den Käufern nicht einfach gemacht, selber Hand anzulegen. Seit längerem sind in den USA Gesetzesvorlagen in Arbeit, die den Kunden ein Recht auf die selbstständige Reparatur gewährleisten sollen. Nun zeigt ein Bericht von Motherboard, dass Apple an einem „Originalteile-Reparatur“-Programm arbeitet, was zumindest vermuten lässt, dass der iPhone-Hersteller nicht mehr ganz so verbissen seine Hardware vor Reparatur-Dienstleistern abschottet.

„Right to Repair“

Wie viele andere Hersteller, gestaltet auch Apple den Bezug von originalen Ersatzteilen nicht einfach. Diese sind nur autorisierten Apple Service Provider oder Apple Reseller zugänglich. Somit müssen sich die Kunden an spezielle Reparatur-Anbieter wenden, um ein defektes Gerät zu reparieren. Dienstleister, die nicht offiziell unter Apples Fahne arbeiten, haben keine Gelegenheit Original-Hardware zu beziehen und können somit nur eingeschränkt Reparaturen vornehmen. Doch dies könnte sich bald ändern.

Im Zuge neuer US-Gesetzesentwürfe bereitet sich Apple anscheinend auf eine Neuausrichtung der Reparatur-Richtlinien vor. Motherboard erhielt ein internes Apple-Dokument, in dem festgehalten wird, dass mehr Reparaturfirmen einen Zugang zu Original-Komponenten und der notwendigen Diagnosesoftware erhalten sollen. Ziel ist es, den Dienstleistern eine Reparatur von Apple-Hardware zu ermöglichen, was derzeit nur autorisierten Apple-Partnern gestattet ist.

Bisher wurden die Informationen nicht von Apple bestätigt. Weiterhin fehlen Details, die erklären, in welchen US-Staaten das Programm Anwendung finden wird. Es ist auch nicht klar, wo Apple bei den Eingriffen die Grenze zieht. Beispielsweise ist es wahrscheinlich, dass sicherheitsrelevante Bereiche weiterhin tabu sind.

Kategorie: Apple

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