Apple vs. Qualcomm: Tim Cook und andere Top-Manager müssen vor Gericht aussagen

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Die Streitigkeiten zwischen Apple und Qualcomm werden voraussichtlich im nächsten Monat an Fahrt gewinnen, wenn der wohl wichtigste Rechtsstreit zwischen den Unternehmen fortgeführt wird, bei dem die Lizenzpraktiken von Qualcomm in Frage gestellt werden. Wie Bloomberg berichtet, wird bei der Verhandlung sowohl Apple CEO Tim Cook als auch Qualcomm CEO Steven Mollenkopf vor Gericht aussagen.

Kartellprozess geht in die nächste Runde

Laut einer Zeugenliste, die am Montag beim südlichen Bezirksgericht von Kalifornien eingereicht wurde, wird Cook neben anderen Top-Managern von Apple, darunter COO Jeff Williams, SVP of Worldwide Marketing Phil Schiller und Chief IP Counsel B.J. Watrous, vor Gericht im Fall gegen Qualcomm aussagen. Cook und seine Mitarbeiter werden unter anderem über die Geschäftsstrategie und die finanzielle Performance von Apple berichten. Dabei werden auch Vereinbarungen mit anderen Technologieunternehmen als Vergleich zum Qualcomm-Deal herangezogen.

Als Zeugen von Qualcomm stehen Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender Irwin Jacobs, CEO Steven Mollenkopf und Präsident Cristiano Amon zur Verfügung. Jacobs wird voraussichtlich über die Gründung von Qualcomm, seine Beiträge zur Mobilfunktechnologie und standardisierten Mobilfunktechnologien berichten. Mollenkopf soll hingegen über die Geschäftspraktiken von Qualcomm aussagen. Weiterhin wird erwartet, dass auch Führungskräfte von Foxconn und Samsung zu dem Prozess erscheinen, da Qualcomm bemängelt, dass Lizenzgebühren von Apple-Lieferanten zurückgehalten wurden. Das Geschworenenverfahren soll ab dem 15. April stattfinden.

Apple und Qualcomm befinden sich schon länger in einem erbitterten Rechtsstreit, da Apple überzeugt ist, dass Qualcomm seine „Monopolstellung“ missbraucht, um überhöhte Lizenzgebühren für seine Modem-Chips zu erheben. Qualcomm hatte als Reaktion mit einer Reihe von Patent-Klagen versucht, Apple unter Druck zu setzen.

Kategorie: Apple

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