Amazon Alexa: Tausende Mitarbeiter analysieren Alexa-Anfragen

| 15:33 Uhr | 0 Kommentare

Bloomberg hat mit ehemaligen Amazon-Mitarbeitern gesprochen, deren Job es war, die Audio-Aufnahmen von Alexa-Anfragen zu analysieren, um das neuronale Netz der KI zu trainieren. Dabei kamen den Mitarbeitern auch Aufnahmen unter, die nicht direkt an Alexa gerichtet waren, wie der Bericht erklärt.

Training für Alexa

Aufnahmen werden angehört, transkribiert, kommentiert und wieder in die Software eingefügt. Um diesen Job kümmert sich nicht etwa ein Algorithmus, vielmehr beschäftigt Amazon „Tausende Mitarbeiter“ auf der ganzen Welt, die aufmerksam den Worten der Nutzer lauschen.

Nun haben sieben Personen, die mit dem Überprüfungsprozess von Amazon vertraut sind, mit Bloomberg gesprochen und geben bei der Gelegenheit einige Insider-Details über das Programm, die für Echo-Anwender von Bedeutung sein könnten.

Von singenden Frauen und kriminellen Nutzern

Während ein Großteil der Arbeit als „alltäglich“ bezeichnet wurde, stoßen die Mitarbeiter manchmal auch auf privatere Aufnahmen, wie z.B. eine Frau, die unter der Dusche singt oder ein Kind, das um Hilfe schreit. Amazon-Mitarbeiter haben interne Chatrooms, in denen sie Dateien austauschen, wenn Hilfe beim Analysieren eines Wortes benötigt wird oder, was intern noch wichtiger ist, wenn eine „amüsante Aufnahme“ gefunden wird.

Zwei ehemalige Mitarbeiter erzählten sogar, dass sie Aufnahmen gehört haben, die beunruhigend oder potenziell kriminell sind. Amazon behauptet zwar, dass es Verfahren für solche Vorfälle gibt, den Mitarbeitern wurde jedoch gesagt, dass es nicht die Aufgabe des Unternehmens ist, sich einzumischen.

Optionaler „Service“

Alexa-Nutzer haben die Möglichkeit, die Verwendung ihrer Sprachaufzeichnungen für Verbesserungen des Dienstes zu deaktivieren. Die wenigsten wissen jedoch, dass diese Option existiert. Amazon macht auch nicht deutlich, dass tatsächlich Menschen die Aufnahmen hören und analysieren.

In den Datenschutz-Einstellungen von Alexa, könnt ihr die Option zur Verbesserung von Alexa und zur Verarbeitung eurer Aufnahmen deaktivieren. Hier könnt ihr auch einen Verlauf eurer Aufnahmen einsehen und diesen löschen.

In einer Stellungnahme an Bloomberg erklärte Amazon, dass eine „extrem kleine“ Anzahl von Alexa-Sprachaufnahmen analysiert wird und dass es Maßnahmen zum Schutz der Benutzeridentität gibt. Laut Bloomberg sind die Aufzeichnungen, die an Mitarbeiter gesendet werden, nicht mit einem eindeutigen Namen versehen. Dennoch ist die Datei mit einer Nutzernummer, einem Vornamen und der Seriennummer des Geräts gekennzeichnet.

Auch Apple und Google hört zu

Es ist üblich, einige Aufzeichnungen zur Produktverbesserung zu verwenden. Apple oder Google haben beispielsweise auch Mitarbeiter, die KI-Anfragen analysieren, um sicherzustellen, dass die Interpretation einer Anfrage mit dem übereinstimmt, was die Person gesagt hat. Auch hier muss der Nutzer der Verarbeitung zustimmen. Die Aufzeichnungen werden jedoch nur mit einem zufälligen Identifikator gespeichert, so dass keine zurückverfolgbaren Informationen vorliegen.

Amazon scheint im Gegensatz nicht alle persönlich identifizierbaren Informationen zu entfernen und während die Echo-Systeme laut dem Unternehmen dazu bestimmt sind, Audio-Aufnahmen nur dann zu sammeln, wenn ein Aktivierungswort gesprochen wird, sagten die Mitarbeiter, dass sie oft Audiodateien hören, die anscheinend ohne Aktivierung aufgenommen wurden. Ob es sich hier tatsächlich um eine „übermotivierte“ Alexa handelt, lässt sich schwer mit Bestimmtheit sagen. Oft erleben wir es auch, dass Alexa ein Aktivierungswort fehlinterpretiert, was bereits zu einigen kuriosen Situationen geführt hat.

Kategorie: Apple

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