Motherboard-Hersteller Super Micro stellt aufgrund von Spionage-Chips-Vorwürfe die Fertigung in China ein

| 8:32 Uhr | 0 Kommentare

Im Oktober behauptete Bloomberg, dass chinesische Spione Mikrochips auf Server-Motherboards des Herstellers Super Micro eingesetzt hatten, um Kunden auszuspionieren. Zu den Kunden gehören auch Apple und Amazon. Nach umfangreichen Untersuchungen stellte sich jedoch heraus, dass es keine Beweise für diese Behauptungen gab. Nach aktuellem Stand sieht es danach aus, dass Bloomberg Fehlinformationen vorlagen, dennoch reagiert Super Micro und zieht nun die Fertigung der Server-Hardware aus China ab.

Super Micro verzichtet auf China

Der Umzug ist weniger als Maßnahme gegen Spione zu verstehen, sondern vielmehr als Schadensbegrenzung, was den Ruf angeht – denn unruhig sind alle geworden, als Bloomberg seinen Spionage-Bericht veröffentlicht hatte.

Viele Kunden, worunter auch Regierungsbehörden fallen, verlangten anschließend, dass Super Micro keine Motherboards mehr in China fertigen lässt. Trotz der Umzugspläne meint es der Markt nicht gut mit Super Micro. So verbuchte das Unternehmen im letzten Quartal erneut einen Umsatzeinbruch von 10 Prozent. In Anbetracht der kostspieligen Umstrukturierung schmerzt dies umso mehr.

Als Bloomberg im Oktober seine Spionage-Geschichte veröffentlicht hatte, gab es schnell Stimmen, die Bloombergs Erkenntnisse anzweifelten. Apple unternahm trotzdem eine intensive Untersuchung und kam dabei zu dem Schluss, dass es in den eigenen Server-Hallen zu keinem Zeitpunkt einen der besagten Spionage-Chips gab. Super Micro tat es Apple gleich und untersuchte die Behauptungen, indem ein externes Unternehmen beauftragt wurde, welches sich der Sache annehmen sollte. Hierbei konnten die Spezialisten keine ungewöhnlichen Komponenten oder andere Hinweise finden, die Bloombergs Geschichte stützen würden. (via Nikkei)

Kategorie: Apple

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