Geplante Unitymedia-Übernahme: Vodafone schlägt EU-Kommission verschiedene Maßnahmen vor

| 9:15 Uhr | 0 Kommentare

Gerade eben haben wir euch auf die Kooperation zwischen Telefónica Deutschland und Vodafone bei schnellen Kabelanschlüssen aufmerksam gemacht. Dies ist allerdings nur ein Maßnahmenverschlag seitens Vodafone an die EU-Kommission im Bezug auf die geplante Unitymedia-Übernahme.

Vodafone macht Vorschläge zur Unitymedia-Übernahme

Rund ein Jahr ist es mittlerweile her, dass Vodafone bekannt gegeben hat, dass man Unitymedia übernehmen möchte. Wie es bei der Übernahme in so einer Größenordnung üblich ist, müssen die zuständigen Kartellbehörden grünes Licht geben. Aktuell prüft die EU-Kommission die Übernahme.

Für die geplante Unitymedia-Übernahme hat Vodafone nun einen Maßnahmenvorschlag an die EU-Kommission geschickt. Im vorauseilenden Gehorsam möchte Vodafone die Entscheidung der EU positiv beeinflussen. Das Paket wird in Deutschland für mehr Wettbewerb im Breitband- und mehr Unabhängigkeit im Fernsehmarkt sorgen.

Vodafone schreibt

Mit der geplanten Übernahme der Unitymedia will Vodafone den Wettbewerbsdruck im Markt deutlich erhöhen und erstmals neben der Telekom einen zweiten, bundesweiten Festnetz-Anbieter schmieden. Das damit wiedervereinte Kabelnetz will das Unternehmen in allen Bundesländern der Republik aufrüsten – und so bis 2022 schnelle und bezahlbare Gigabit-Anschlüsse für 25 Millionen Haushalte schaffen. Mit Gigabit-Geschwindigkeiten für künftig dann rund zwei Drittel der Bevölkerung unterstützt Vodafone signifikant die Gigabit-Ziele der Bundesregierung. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 12 Mrd. Euro in das Kabelnetz und damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland investieren.

Für noch mehr Wettbewerb im Breitbandmarkt hat Vodafone jetzt einen Kabel-Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen. Diese Highspeed-Partnerschaft ermöglicht es Telefónica nach erfolgter Übernahme eigene Kabelprodukte über die vereinigten Kabelnetze an dann 23,7 Mio. Haushalte zu verkaufen. Telefónica profitiert vom Zugang zu Download-Geschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s im kombinierten Kabelnetz – die damit schneller angeboten werden als die aktuell schnellsten VDSL-Angebote im Markt. Das stärkt auch das Angebot der Over-the-Top (OTT)-TV-Dienste von Telefónica.

Die zweite Maßnahme im Wettbewerbs-Paket fokussiert auf den Fernsehmarkt. Klar ist: Der Zuschauertrend geht in Richtung online. Mit dem Gigabit-Ausbau und der Partnerschaft mit Telefónica schafft Vodafone die Grundlage für eine schnellere und bessere TV-Verbreitung sowie für neue Distributions-Möglichkeiten für die Sender. Mit ihren TV-Angeboten übers Internet können Sender Kundenbeziehungen damit völlig unabhängig von Vodafone und seiner TV-Plattform eingehen.

Damit die Fernsehsender von dieser Entwicklung profitieren können, verpflichtet sich Vodafone, Sendern die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungungs-Kapazität über das Internet vorhanden ist. TV-Sender werden damit unabhängiger vom klassischen TV-Kabelnetz und damit von Vodafone.

Kategorie: Apple

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