Handelskrieg: Huawei-Chef will Apple im Ernstfall in Schutz nehmen

| 19:16 Uhr | 0 Kommentare

Die USA haben Huawei im Zuge des Handelskriegs mit China auf die schwarze Liste gesetzt. Google, Qualcomm und andere US-Unternehmen können somit keine weiteren Geschäfte mit dem Hersteller führen. Schnell kamen Befürchtungen auf, dass die chinesische Regierung einen „Vergeltungsschlag“ gegen Apple ausrichten könnte. Nun hat der Huawei-Gründer Ren Zhengfei verkündet, dass er im Notfall Protest einlegen wird, falls China Apple sanktionieren möchte.

Huawei-Chef will Apple verteidigen

Nachdem Huawei in das Fadenkreuz der US-Regierung geraten ist, musste Firmen-Chef Ren Zhengfei in den letzten Tagen viele Interviews geben. Größtenteils ging es hier um die Zukunft des Smartphone-Herstellers und die Notwendigkeit der Unabhängigkeit. In einem Gespräch mit Bloomberg kam jedoch auch ein anderes Thema auf, dass derzeit insbesondere Apples Anleger beschäftigt. So liegt eine Angst in der Luft, dass die chinesische Regierung den Spieß umdreht und US-Firmen, allen voran Apple, sanktioniert. Ein iPhone-Verbot in China würde Apple einen enormen Schaden zufügen. China ist immerhin ein wichtiger Markt mit guten Margen. Analysten schätzen, dass Apple bis zu 29 Prozent seines weltweiten Gewinns einbüßen könnte, sollte es zu einem Totalverbot seiner Produkte in dem Land kommen.

Wie Zhengfei in dem Interview erklärt, hält er eine entsprechende Reaktion seiner Regierung für sehr unwahrscheinlich. Sollte es doch dazu kommen, würde er persönlich gegen eine solche Maßnahme protestieren.

 „Zunächst einmal, das wird nicht passieren. Zweitens, sollte es dazu kommen, wäre ich der Erste, der protestiert“.

Weiterhin gibt sich Zhengfei auffällig bescheiden und bezeichnet Apple als „Lehrer“. Sich selbst sieht Zhengei dabei als Schüler, der sich niemals gegen seinen Lehrer wenden würde. Für die US-Politik hat er jedoch größtenteils nur Kritik übrig, so sei die USA „nicht die Weltpolizei“, erklärt er verärgert.

Kategorie: Apple

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