Bericht: Apple will bis zu 30 Prozent der chinesischen Produktion verlagern

| 19:05 Uhr | 1 Kommentar

Der US-amerikanische und chinesische Handelskrieg hat bei allen großen Herstellern große Wellen geschlagen. Apple verlässt sich seit vielen Jahren fast ausschließlich auf die chinesische Fertigung seiner Produktlinien und ist vor allem den jüngsten Tarifrunden für chinesische Exporte ausgesetzt. Wie Nikkei berichtet, hat Apple ein Team beauftragt, die Kosten für einen Umzug seiner Produkte in andere Länder zu untersuchen. Dabei peilt das Unternehmen eine Verlagerung von etwa 15 bis 30 Prozent der Produktion an, um die Auswirkungen der US/China-Tarife zu reduzieren.

Das Umzugs-Team

Ein Team von 30 bis 40 Mitarbeitern bei Apple befragt die wichtigsten Lieferanten des Unternehmens zu den Kostenfolgen einer Produktionsverlagerung aus China. Nikkei berichtet, dass mehrere große Lieferanten bestätigt haben, dass Apple sie gebeten hat, sich mit der Verlagerung und Umstrukturierung der Produktion zu befassen.

Es wird berichtet, dass 90 Prozent aller Apple-Produkte in China hergestellt werden. Das Ende 2018 gegründete Team spricht gezielt mit den Lieferanten, die iPhones, iPads, AirPods und MacBooks fertigen. Zu den Lieferanten gehören Compal, Goertek, Foxconn, Inventec, Luxshare, Pegatron, Quanta und Wistron. Die Publikation weist auch darauf hin, dass Apple im Handelsstreit zwischen den USA und China ein „Krisengefühl“ verspürt. Nikkei behauptet, dass Apple besonders besorgt darüber ist, welche Sanktionen noch verhängt werden könnten und wie die Folgen das Unternehmen zwingen könnte, die Preise in den USA zu erhöhen.

Die gleichen Quellen sagen aber auch, dass Apple ein hohes Qualitätsniveau verlangt und dass dies bedeutet, dass „mindestens anderthalb Jahre notwendig sind“, um eine entsprechende Alternative zu schaffen. Berichten zufolge verhandelt das Apple-Team auch mit den lokalen Regierungen über die Gewährung von Vorzugskonditionen für diese Lieferanten. Laut Nikkei-Quellen ist das Team derzeit in Verhandlungen mit den Regierungen von Mexiko, Indien, Vietnam, Indonesien und Malaysia.

Kategorie: Apple

Tags: ,

1 Kommentare

  • projektspeedy

    Wenn Trump dann Handelsstreit mit 90% der Weltwirtschaft angefangen hat werden die Konzerne vielleicht doch noch in den USA eine Fertigung aufbauen….. Dann kostet das iPhone eben 5000€ 😀 😀

    19. Jun 2019 | 20:51 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.