Google Nest Hub: Googles Smart-Home-Schaltzentrale im Test

| 14:45 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem sich Amazon mit dem Echo Show mangels einer Konkurrenz den Markt smarter Displays nahezu komplett sichern konnte, legte Google mit etwas Verspätung auch in Deutschland mit seinem eigenen Smart-Display nach. Der Google Nest Hub vertraut auf den hauseigenen Google Assistant und setzt dabei auf den umfangreichen Google-Kosmos, was sich als Vorteil herausstellt, wie unser Test zu Googles ersten smarten Display zeigt.

Google Nest Hub

Streng genommen ist der Google Nest Hub nicht neu. Das Gerät wurde bereits im letzten Jahr vorgestellt und in den USA veröffentlicht. Vor kurzem gab Google jedoch endlich die internationale Verfügbarkeit bekannt und so können wir uns auch in Deutschland über den Release des Smart Displays freuen.

Wer bei dem Anblick des Google Nest Hub zunächst an ein Tablet mit einem angedockten Lautsprecher denkt, liegt gar nicht so falsch. So haben wir es auf den ersten Blick mit einem Google Home Mini und einem angebauten Display zu tun. Das versucht Google auch nicht zu verstecken. Auf ein klobiges Gehäuse, wie es beispielsweise bei der ersten Generation des Echo Show der Fall war, verzichtet Google. Der eigentliche Lautsprecher ist von einem Textilmaterial überzogen, wobei er als Ständer für das Display fungiert.

Das 7 Zoll Display bietet eine Auflösung von 1.024 × 600 Pixeln. Damit haben wir es mit einer Pixeldichte von 170 ppi zu tun, was für den Einsatzzweck vollkommen ausreicht. Auf einen 3,5 mm Klinkenstecker verzichtet Google. Der Stromanschluss ist somit der einzige externe Anschluss. Eine Verbindung mit externen Lautsprechern oder anderen Geräten erfolgt über Bluetooth 5.0. Ansonsten funkt der Nest Hub mit WLAN 802.11b/g/n/ac (2,4 GHz / 5 GHz).

Auf der Rückseite des Nest Hub ist ein Schalter zum Deaktivieren des Mikrofons und eine Taste für die Lautstärke angebracht. Ansonsten vertraut Google auf eure Stimme bzw. auf Touchscreen-Eingaben. Auffällig ist, dass Google auf eine Kamera verzichtet. Das fällt in diesem Fall jedoch weniger ins Gewicht, da es ohnehin auf der Google-Plattform nur wenige Möglichkeiten gibt, eine Kamera zu nutzen. Externe Überwachungskameras, wie die Nest Cam IQ, werden jedoch natürlich unterstützt.

Google Assistant

Der Suchmaschinenriese hat seinen Google Assistant auf die Display-Bedienung angepasst und bietet ein insgesamt gutes Smart Home Erlebnis. Ob die Konfiguration, Steuerung oder das visuelle Feedback – dank einer übersichtlichen Oberfläche lassen sich alle einzelnen Geräte einfach und schnell bedienen.

Während man auf einem Dashboard mit allgemeinen Informationen zu den Smart Home Geräten versorgt wird, können per Wischgesten auf dem Touchscreen oder per Sprachbefehl schnell unterschiedliche Inhalte abgerufen werden. Im Vergleich mit der Amazon-Lösung fühlt sich der Google Assistant komfortabler an. Insbesondere bei der Vermittlung visueller Informationen kann Google punkten.

Das Paket des Nest Hub ist gut gefüllt: Google selber bietet seine hauseigenen Dienste wie YouTube, Google Fotos und Maps an, die sich gut mit dem Assistenten verbinden. So zeigt der Nest Hub beispielsweise auf Nachfrage eine Route zu einem Restaurant an. Zusätzlich sind Apps von Partnern wie Spotify, ProSieben und maxdome mit an Bord. Auf Apps (Skills) von unabhängigen Entwicklern muss man jedoch verzichten.

Lautsprecher

Während das Display eine gute Figur macht, darf man von dem Lautsprecher kein HomePod-Niveau erwarten. Er ist laut sowie klar und eignet sich gut für Videos, Hörbücher oder Podcasts. Musik würden wir jedoch nicht lange mit dem Gerät hören wollen – zumindest nicht, wenn diese im Mittelpunkt stehen soll. In Anbetracht des kleinen Resonanzkörpers, ist das aber auch keine Überraschung. Dennoch kann man ihn für eine Hintergrund-Beschallung ruhigen Gewissens einsetzen. Für die Interaktion mit dem Google Assistant ist er sehr gut geeignet, was nicht zuletzt an dem klaren Klangbild liegt, dass auf übertriebene Tiefen verzichtet, wie es beispielsweise beim Amazon Echo der Fall ist.

Fazit

Der Google Nest Hub bietet eine empfehlenswerte Alternative zu Amazons Angebot und punktet insbesondere aufgrund des Google Assistant und des relativ günstigen Preises. Die Bedienung ist intuitiv gestaltet und die Integration der Google-Dienste ist vorbildlich gelöst. Wer jedoch auf Amazon Prime Video nicht verzichten will, kommt an Amazons Angebot nicht vorbei. Das ist jedoch regulär deutlich teurer (Echo Show) oder bietet eine schlechtere Leistung (Echo Show 5). Google Nest Hub könnt ihr zum Preis von 129 Euro unter anderem bei Media Markt und bei Saturn bestellen.

Kategorie: Apple

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