Apple Card: jeder Neukunde soll Goldman Sachs 350 Dollar kosten

| 16:43 Uhr | 0 Kommentare

Ein neuer Bericht von Nomura prognostiziert, dass Goldman Sachs mit der Apple Card erhebliche Verluste verzeichnen könnte, wenn innerhalb der nächsten Jahre eine Rezession eintreten sollte. Diese Schätzung basiert auf der Annahme der Firma, dass es mehrere Jahre dauern wird, bis Goldman Sachs die Gewinnschwelle bei den Apple Card Nutzern erreicht hat.

Ein empfindliches Geschäft

Laut Experten-Einschätzungen bietet Apples Kreditkarte nicht unbedingt das größte Umsatzpotential für das Unternehmen – zumindest im Vergleich zu anderen neuen Diensten wie Apple News+, Apple TV+ und Apple Arcade. Es wird jedoch vermutet, dass die Apple Card ein hochprofitables Projekt für Apple sein wird. Wie bei anderen Co-Branded-Karten wird Apple einen Prozentsatz der Transaktionsgebühren erhalten. Dabei geht das Unternehmen mit dem Service ein relativ geringes Risiko ein, da die Großbank Goldman Sachs den Vertrieb übernimmt. Der Split wird hier wahrscheinlich eher zugunsten von Apple sein.

Goldman Sachs hatte bereits erklärt, dass man sich keine Sorgen um die Rentabilität der Apple Card macht, da man sich mehr auf die langfristige Ausrichtung konzentriert. Heute hat der Nomura-Analyst Bill Carcache in einer Investoren-Notiz dargelegt, dass die Apple Card anfälliger für Verluste sei, da sie für Goldman Sachs wahrscheinlich geringere Einnahmen als Konkurrenzprodukte generiert.

Weiterhin geht Carcache davon aus, dass Goldman Sachs vier Jahre benötigen wird, um bei seinen Apple Card Kunden den Break Even zu erreichen. Sollte eine Rezession die US-Wirtschaft in diesem Zeitfenster treffen, könnte Goldman Sachs deutliche Verluste mit der Apple Card erleiden. So beschreibt er das Produkt als „sehr empfindlich“ gegenüber steigenden Nettoausgaben. Dennoch gibt Goldman Sachs mit der Apple Card Vollgas. So überrascht die Bank mit einer hohen Genehmigungsrate, wie das erste Kunden-Feedback zeigt. Das war jedoch wahrscheinlich auch eine der Vorgaben von Apple. (via CNBC)

Kategorie: Apple

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