Strafzölle sorgen für Wettbewerbsnachteil: Cook bringt Trump zum Nachdenken

| 16:33 Uhr | 0 Kommentare

Wie Bloomberg berichtet, hat sich Tim Cook mit Donald Trump zusammengesetzt, um sich über die neuen Strafzölle für China-Importe zu unterhalten. Dabei konnte Cook anscheinend dem US-Präsidenten einige Argumente darlegen, die gegen einen entsprechenden Zoll sprechen. So merkte Trump gegenüber Medienvertretern an, dass Apple aufgrund der Strafzölle im Wettbewerb benachteiligt wird. Für ein offenes Ohr dürften auch die großen Geldbeträge gesorgt haben, die Apple in die US-Wirtschaft investieren will.

Abendessen mit Trump

Donald Trump hält mit seinen Strafzöllen die Industrie weiterhin in Atem. Vor einigen Wochen hatte der US-Präsident bekannt gegeben, dass ab September weitere chinesische Importe im Wert von 300 Milliarden US-Dollar um 10 Prozent teurer werden. Dann gab die Regierung bekannt, die Einführung dieser Strafzölle für ausgewählte Importwarengruppen erst im Dezember vorzunehmen. Hierzu zählen unter anderem das iPhone, iPad und MacBook.

Tim Cook nutzte die Verschnaufpause und erklärte Trump bei einem gemeinsamen Abendessen, dass die Strafzölle Apple im Wettbewerb benachteiligen und damit auch der wirtschaftliche Beitrag in den USA geschmälert wird. Insbesondere im Smartphone-Bereich würde der Import-Zoll Apple schaden, da die Konkurrenz zum Teil außerhalb Chinas produziert. Cook spielt hier auf Apples Hauptkonkurrenten Samsung an, der seine Smartphones auch in Südkorea fertigen lässt. Bloomberg zitiert Trump:

 „Es ist hart für Apple, die Zölle zu zahlen, wenn sie mit einem sehr guten Unternehmen konkurrieren, das sie nicht zahlen muss.“

Trump hat laut eigenen Aussagen für Cooks Argumente Verständnis und könnte womöglich das iPhone aus den Strafzöllen ausklammern. Der US-Handelsbeauftragte hatte die Option für Ausnahmen ohnehin bereits in Aussicht gestellt. Ob das iPhone hier berücksichtigt wird, bleibt jedoch vorerst offen. Helfen könnte Apples Engagement in der US-Wirtschaft. So hatte das Unternehmen bereits angekündigt, dass man bis 2023 rund 350 Milliarden US-Dollar in die US-Wirtschaft investieren will. Vielleicht hat jemand im Weißen Haus Trump auch die letzte Pressemitteilung von Apple auf den Schreibtisch gelegt. Hier gibt der Hersteller an, dass man für 2,4 Millionen US-Arbeitsplätze verantwortlich ist.

Kategorie: Apple

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