iPhone 11: Hinter Apples U1-Chip steckt mehr als eine verbesserte AirDrop-Funktion

| 22:16 Uhr | 0 Kommentare

Apple spricht gerne über die hauseigenen Chips, die in neuer Hardware spezielle Aufgaben übernehmen. Bei dem U1-Chip des iPhone 11 hält sich das Unternehmen jedoch auffällig zurück. Laut Apple nutzt der U1 die Ultrabreitband-Technologie (UWB) für ein „räumliches Bewusstsein“. Der Chip erlaubt eine genauere Nahbereichsortung als es beispielsweise mit Bluetooth oder WLAN möglich ist. Six Colors hat sich den Spezialchip genauer angeschaut und kommt dabei zu dem Schluss, dass die Einsatzmöglichkeiten vielseitig sind.

AirDrop ist nur der Anfang

Als erste Amtshandlung soll der U1-Chip die AirDrop-Funktion verbessern. Wollt ihr mit dem iPhone 11 eine Datei teilen, müsst ihr das Gerät nur auf das iPhone 11 des Empfängers richten, der Name des Besitzers wird anschließend im Display angezeigt. Wie Apple erklärt, sei AirDrop „erst der Anfang“ für den U1-Chip. So habe man noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten geplant. Was uns hier erwartet, verrät der Hersteller jedoch nicht.

Als möglicher Einsatzzweck fallen uns zunächst die „Apple Tags“ ein, über die wir euch in den letzten Tagen auf dem Laufenden gehalten haben. Das geplante Zubehör wird an einem Gegenstand befestigt und wird dann mit Hilfe der „Find My“-App geortet. Dank der UWB-Technologie kann ein „markierter“ Gegenstand mit einer Genauigkeit von bis zu 10 cm lokalisiert werden.

Die Einsatzmöglichkeiten von UWB gehen weit über AirDrop und das Tracking von Tags hinaus. Insbesondere im Bereich der Augmented Reality könnte die Technologie hilfreich sein. Hier würde die hohe Standortgenauigkeit eine verbesserte Interaktion ermöglichen. Ebenfalls spannend ist der Einsatz als Navigationssystem innerhalb von Räumen. Bereits heute gibt es Systeme, die eine Navigation innerhalb von Kaufhäusern ermöglichen. Mit dem U1 könnte das Konzept an Genauigkeit zulegen. Ein weiteres Einsatzgebiet liegt im Bereich des Mobile Payment. In Kombination mit Apple Pay könnte UWB einen reibungsloseren Zahlungsvorgang umsetzen. Apple soll sogar schon in ausgewählten Apple Stores eine neue Variante von Apple Pay mit U1-Unterstützung testen.

Apple wird im Laufe der Zeit mit Sicherheit noch einige weitere Einsatzmöglichkeiten für die UWB-Technologie bereithalten. Da sich das Unternehmen auf der vergangenen Keynote bezüglich des U1 noch zurückgehalten hat, werden wir uns noch ein wenig Gedulden müssen, bis das Potential des vielseitigen Chips ausgenutzt wird. Der nächste Schritt könnte noch dieses Jahr erfolgen. Wie wir in unserer Prognose für die Oktober-Keynote feststellen, wird Apple wahrscheinlich schon nächsten Monat seinen „Smart Finder“ vorstellen.

Kategorie: iPhone

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