Twitter löscht alte Nutzerkonten – der Prozess verzögert sich jedoch

| 15:55 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem Twitter angekündigt hatte, inaktive Accounts zu löschen, rudert das Unternehmen nun vorerst zurück. Anstatt wie geplant, ab dem 11. Dezember Benutzerkonten zu löschen, die in den vergangenen sechs Monaten nicht genutzt wurden, will Twitter zunächst eine Möglichkeit finden, Konten von Verstorbenen in eine Art Gedenkzustand zu versetzen.

Rückzieher nach Kritik

Twitter erntete viel Kritik, als das Unternehmen einen verfrühten Frühjahrsputz für seine Plattform angekündigt hatte. Hintergrund war die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Gemäß der DSGVO dürfen Daten nur mit Einwilligung der Nutzer verarbeitet werden, wobei bei einer Änderung eine erneute Zustimmung notwendig ist. Eine solche Zustimmung bleibt bei inaktiven Konten natürlich aus, weswegen sich Twitter von diesen trennen wollte.  Somit sollten zunächst nur EU-Accounts betroffen sein. Weiterhin kann der Mikroblogging-Dienst mit der Aktion besetzte Nutzernamen freigeben, die nicht mehr in Benutzung sind.

Die betroffenen Nutzer sollten eine Warnung per E-Mail erhalten. Somit würde noch die Möglichkeit bestehen, sich wieder einzuloggen und so die Löschung für weitere sechs Monate zu verhindern. Schnell stellte sich heraus, dass ein solches Handeln problematisch in Bezug auf Konten von verstorbenen Nutzern ist. Wenn die Kontodaten nicht an Vertraute weitergegeben wurden, könnte eine Löschung nicht verhindert werden.

Nach der Kritik versprach Twitter, sich Gedanken über eine Art Gedenkzustand für solche Konten zu machen. Somit wird eine Umsetzung der Löschung inaktiver Accounts vorerst verschoben, bis eine Lösung gefunden wurde.

Kategorie: Apple

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