Apple TV+ und Oprah verzichten auf #MeToo-Dokumentarfilm

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Im Zuge einer mehrjährigen Zusammenarbeit soll Oprah Winfrey für Apple TV+ Shows und Dokumentarfilme produzieren. Nachdem „Oprah’s Book Club“ bereits erfolgreich gestartet ist, wurde das zweite Projekt nun aufgrund von kreativer Differenzen gecancelt. Die Dokumentation sollte die Musikindustrie näher beleuchten und zeigen, dass in der Branche Belästigungen am Arbeitsplatz ein großes Problem sind.

Kreative Differenzen mit den Filmemachern

Sexuelle Belästigung, Machtmissbrauch und Übergriffe – #MeToo hatte im Oktober 2017 eine ganze Industrie auf den Kopf gestellt, als die schmutzigen Geheimnisse der Filmbranche plötzlich in der Öffentlichkeit diskutiert wurden. Möglicherweise hätte das vor kurzem angekündigte Projekt von Apple und Oprah für einen erneuten Wirbel gesorgt. So sollte ein Dokumentarfilm die dunklen Geheimnisse der Musikindustrie beleuchten. Unter anderem war geplant, dass eine Musikmanagerin berichtet, wie sie mit Übergriffen und Missbrauch durch eine namhafte Führungskraft der Musikindustrie zu kämpfen hatte.

Wie The Hollywood Reporter berichtet, wird es die Aufdeckungs-Story nicht auf Apples Streaming-Plattform schaffen. So erklärt Oprah, die als ausführende Produzentin agierte, dass das Projekt nicht bereit ist, um in naher Zukunft gezeigt zu werden. Weiterhin distanziert sie sich von dem Dokumentarfilm, da kreative Differenzen mit den Filmemachern Kirby Dick und Amy Ziering entstanden sein sollen. Der Film sollte ursprünglich auf dem Sundance Film Festival im Januar seine Premiere feiern. Wie Oprah gegenüber The Hollywood Reporter erklärt, wird der Film nicht auf Apple TV+ zu sehen sein:

„Ich habe beschlossen, dass ich nicht länger ausführende Produzentin der Dokumentation […] sein werde und dass sie nicht auf Apple TV+ angeboten wird. […]

Vor allem möchte ich betonen, dass ich den Frauen eindeutig glaube und sie unterstütze. Ihre Geschichten verdienen es, erzählt und gehört zu werden. Meiner Meinung nach muss noch mehr an dem Film gearbeitet werden, um die ganze Bandbreite dessen zu beleuchten, was die Opfer erlitten haben – und es ist klar geworden, dass die Filmemacher und ich in dieser kreativen Vision nicht übereinstimmen.“

Dick und Ziering zeigen sich unter anderem für „The Bleeding Edge“, einem kritischen Dokumentarfilm über die Medizinindustrie, verantwortlich. Als nächstes gemeinsames Projekt von Oprah und Apple ist eine Miniserie geplant, die sich der psychischen Gesundheit widmen wird.

Kategorie: Apple

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