Apple Watch: Studie gibt Hinweis auf die Genauigkeit der AFib-Erkennung

| 22:35 Uhr | 1 Kommentar

Die Apple Watch verfügt über Sensoren, mit denen die Smartwatch die Herztätigkeit überwachen kann, wozu auch die Fähigkeit gehört, Vorhofflimmern (AFib) zu erkennen. Wie wir euch des Öfteren berichten konnten, hat die Funktion bereits mehrfach Leben retten können. Dennoch zeigt nun eine Studie, dass die smarte Uhr nicht unfehlbar ist.

Fotocredit: Apple

Die Apple Watch ersetzt keinen Arzt-Besuch

Apple hat es sich als Ziel gesetzt, mit der Apple Watch AFib-Symptome zu erkennen und den Nutzer zu warnen. Obwohl schon viele Fälle gezeigt haben, dass diese Funktion Leben retten kann, ersetzt sie jedoch nicht die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen. Laut einem Bericht von Fortune kann die Apple Watch keine AFib-Symptome erkennen, wenn die Herzfrequenz des Trägers höher als 120 Schläge pro Minute beträgt. Das könnte die Genauigkeit der Apple Watch einschränken.

AFib hat laut der Mayo-Klinik typischerweise eine Herzfrequenz von 100 bis 175 Schlägen pro Minute. Im Jahr 2015 ergab eine in den Annals of Medicine veröffentlichte Studie, dass bei einer Gruppe von 2.821 Patienten mit neu aufgetretenem AFib die mittlere Herzfrequenz 109 Schläge pro Minute betrug. Laut der Studie hatte etwa ein Drittel der Patienten eine Herzfrequenz von über 120. Einige dieser Patienten erhielten jedoch Betablocker, eine medikamentöse Therapie, die üblicherweise zur Kontrolle der schnellen Rate und der Symptome von Vorhofflimmern eingesetzt wird. Da Betablocker eine direkte Senkung der Herzfrequenz bewirken, kann diese Patientenpopulation eine langsamere Herzfrequenz haben, als dies für eine unbehandelte Patientengruppe typisch wäre, was zu einer Unterschätzung der tatsächlichen AFib-Herzfrequenz führen kann.

Mit anderen Worten: Eine Studie ergab, dass die Apple Watch in etwa einem Drittel der Fälle keine AFib-Symptome erkennt, während eine zweite Studie ergab, dass die Ausfallrate bis zu 59 Prozent betragen kann. Selbst wenn diese Fälle zutreffen sollten, ist die Chance auf eine Erkennung natürlich massiv besser als wenn man keine Messung durchführt. Einen Arzt-Besuch kann und soll die Smartwatch ohnehin nicht ersetzen. Wir haben natürlich auch schon ganz andere Studien gesehen, wie beispielsweise von DeepHeart. Hier hieß es, dass die Apple Watch in der Lage ist, zwischen einem normalen Herzrhythmus und Vorhofflimmern mit einer Genauigkeit von 97 Prozent zu unterscheiden.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Ballroom

    Das bei über 120 Schlägen die Watch einem sagt, dass AFib nicht gemessen werden kann, ist nichts neues und bedarf auch keiner Studie. Einfach mal lesen und verstehen was auf dem Display steht!

    28. Feb 2020 | 11:35 Uhr | Kommentieren

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