Strafzölle: Trump drückt bei der Apple Watch ein Auge zu

| 17:22 Uhr | 1 Kommentar

Wie Bloomberg berichtet, ist die Apple Watch ab sofort nicht mehr von den USA festgelegten Strafzöllen auf China-Importe betroffen. Damit bewilligte die Trump-Administration Apples Antrag auf eine entsprechende Ausnahme. Weitere Anträge für die AirPods, HomePod und iPhone-Komponenten stehen noch aus.

Apple Watch von US-Strafzöllen ausgenommen

Letztes Jahr war es wohl das meist diskutierte Thema in der Technik-Welt. US-Präsident Trump verhängte im September letzten Jahres 15 Prozent Zölle auf eine umfangreiche Liste von Produkten, die aus China importiert wurden, darunter auch die Apple Watch. Der Zoll wurde zwar im vergangenen Monat als Teil eines neuen Handelsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten und China halbiert, dennoch würden die Unternehmen liebend gerne eine Zollbefreiung ihrer Produkte sehen. Immerhin lässt die Industrie nahezu ihr komplettes Produkt-Sortiment in China fertigen.

Im November letzten Jahres stellte Apple Anträge auf Zollbefreiung für 11 seiner Produkte und Komponenten, darunter AirPods, HomePod, Beats-Produkte, iPhone-Teile und mehr. Apple erhielt erfolgreich eine Zollbefreiung für ausgewählte Mac Pro Teile. Weitere Anträge stehen jedoch noch aus oder wurden nicht bewilligt. Für die Apple Watch gibt es nun eine Entwarnung, so wurde die smarte Uhr vollständig von den Strafzöllen ausgenommen.

Apple argumentierte in seinem Antrag auf eine Befreiung, dass die Apple Watch weder strategisch wichtig ist noch in Zusammenhang mit ‚Made in China 2025‘ oder anderen chinesischen Industrieprogrammen steht“. Apple erklärte zudem, dass man noch keine Quelle außerhalb Chinas gefunden hat, die die Nachfrage der Vereinigten Staaten befriedigen könnte.

Somit hat die US-Regierung nun doch ein Auge zugedrückt, was nicht zuletzt an der guten Beziehung zwischen Apple und der Trump-Administration liegen dürfte. Tim Cook hatte im Laufe des letzten Jahres eine gute Beziehung zu Trump aufgebaut, wobei sich der US-Präsident laut eigenen Aussagen sogar auf die Ratschläge des Apple CEO verlässt, wenn es um Handelsfragen geht. Cook hatte zudem Apples Situation direkt an Trump gerichtet und argumentiert, dass Strafzölle auf Apple-Produkte die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erheblich beeinträchtigen würden.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • S1

    Dass Trump beim Thema Strafzölle Gott spielen darf, ist mir völlig unverständlich. Er kann ja total willkürlich einzelne Unternehmen bzw. einzelne Produkte aus diesen Unternehmen besteuern und gleichzeitig auch die Höhe der Steuern beliebig festsetzen. Wieso hat der US-Congress dabei kein einziges Wörtchen mitzureden? Wahnsinn!

    25. Mrz 2020 | 21:01 Uhr | Kommentieren

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