Versicherung, Finanzen und Co: Die wichtigsten Apps für Gründer und andere Young-Professionals

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Es gibt für fast alles eine App – dieser Spruch galt schon in den alten und heute herrlich retro wirkenden Werbespots des iPhone 3G und er gilt heute, zehn Jahre später, noch ein gutes Stück mehr. Und just für die „jung, kreativ, erfolgreich“-Szene der Gründer und Selfmade-Erfolgreichen gibt es unter iOS sogar noch einige Apps mehr als bei der Konkurrenz mit dem Androiden. Der folgende Artikel zeigt, was man ungeachtet seines genauen Geschäftsfeldes jenseits der Bordmittel-Apps haben sollte.

Foto: unsplash.com © Lee Campbell

Der Kalender

Zugegeben, Apples eigener Kalender ist schon ein ziemlich leistungsfähiges Tool. Allerdings gibt es viele, die gerade aus beruflicher Sicht da noch durchaus einiges an Entwicklungspotenzial sehen – und zu Alternativen greifen.

Zwar gehört das Thema Kalendarium im App Store zu den meistverfügbaren Themengebieten mit sehr vielen verfügbaren Apps. Doch gerade für Profis wird immer wieder der iCalendar angesprochen. Das Programm von Symfonies Inc. kostet 3,49 Euro. Dafür gibt’s eine sehr aufgeräumte Bedieneroberfläche, Konnektivität zur iCloud und weiteren Konten und die Möglichkeit, alles farbcodiert darzustellen, um noch schneller sehen zu können, was wichtig ist. Per Sprache geht das schon länger, in der neuesten Version wird nun auch Deutsch unterstützt.

Die Versicherung

Was ist das Problem von Versicherungen? Man schließt sie ab, in der Hoffnung, sie niemals benötigen zu müssen – denn alle Versicherungen eint, dass sie einen gegen Dinge absichern, die man in aller Regel nicht gerne erleben möchte. Daraus folgt für viele, dass sie sich mit diesem eigentlich so wichtigen Thema nur unzureichend befassen; und weil es gerade für Young Professionals viele notwendige Versicherungen gibt, geht da aus Vermeidung schnell der Überblick verloren – und sofern man nicht alles vom gleichen Anbieter nimmt, machen deren Apps die Sache auch nicht einfacher.

Just das dachte sich auch die Clark Germany GmbH – und entwickelte eine Versicherungs-App, in der man seine Verträge auf einfache Weise hochladen kann – ungeachtet bei wem sie auch abgeschlossen wurden. Dadurch bekommt man nicht nur die volle Kontrolle über all seine Policen und deren Kosten. Auch kann man sich die Qualität bzw. das Kosten-Nutzen-Verhältnis seiner bisherigen Versicherungen transparent und vor allem leicht verständlich analysieren lassen. Dabei ist die App selbst nicht nur kostenlos, sondern auch durch die IHK zugelassen und somit sogar explizit businesstauglich. Unterstützung bekommen User dabei von Versicherungs-Experten, die die Verträge der Kunden bewerten und entweder per Chat-Funktion oder klassisch am Telefon zur individuellen Situation beraten.

Das Banking

Wer nur mit einer Bank zusammenarbeitet, fährt am besten und vor allem sichersten, wenn er auf die App dieses Kreditinstituts setzt. Bloß: Diese Vorgehensweise funktioniert vielleicht noch bei zwei Banken. Wer jedoch mit drei oder mehr Instituten zusammenarbeitet, steht schnell auf seinem iPhone vor einem reichlich unübersichtlichen Problem: Man kann nicht für jede Bank eine neue App haben.

Muss man auch nicht, dafür gibt es ja seit einigen Jahren sogenannte Multibanking-Apps, die übergreifend als Hub fungieren. Allerdings ist klar, dass man bei diesen Programmen, weil sie keinem einzelnen Institut zugeordnet werden können, sehr vorsichtig bei der Auswahl sein muss. Sicherheit muss hier der Vernunft halber das oberste Gebot weit vor üppigen Features und einfacher Bedienung sein. Öfters wird hier die App Finanzblick der Buhl GmbH genannt, abermals eine kostenlose App. Allerdings herrscht in diesem Segment eine sehr dynamische Entwicklung, auch viele Kreditinstitute springen derzeit auf den Zug auf, machen ihre bestehenden Apps Multibanking-fähig. Deshalb sei dringend empfohlen, zuvor App-übergreifende Tests zu konsultieren; unter anderem hat die Stiftung Warentest sich dem Thema bereits angenommen.

Das Finanzieren

Gerade wer sich im Umfeld der Gründer bewegt, weiß, wie entsetzlich träge und konservativ die etablierten Wege sein können, wenn es darum geht, Mittel für unkonventionelle Projekte bereitzumachen. Etwas besser ist es in den vergangenen Jahren zwar geworden, aber nicht nur im Bereich der Digital Economy gibt es nach wie vor zu viele Gründer in spe, die monatelang von Kreditinstitut zu Kreditinstitut laufen und entweder nur Absagen kassieren oder höchstens Hochrisiko-Angebote zu untragbaren Kosten unterbreitet bekommen; wie viele geniale Ideen niemals verwirklicht wurden, weil es keinen risikofreudigen Geldgeber mit Weitblick gab, lässt sich nicht einmal schätzen.

Die Lösung kommt, wie so oft, aus der Szene selbst: Kickstarter. Nicht Vorstände oder Aktionärsversammlungen sollten darüber bestimmen, wer für welches Projekt welche Summen bekommt, sondern die Community selbst – der Prototyp des Crowdfunding und für einige der am stärksten geförderten Projekte verantwortlich. Die Kickstarter PBC App (Public-Benefit Corporation, eine gemeinnützige Körperschaft) gibt es kostenlos zum Download.

Auch sie inspirierte durch ihren Erfolg zahlreiche andere Unternehmen, die sich nun ebenfalls im Crowdfunding-Segment bewegen. Keine jedoch konnte es bislang mit dem Original aufnehmen – wobei natürlich selbst bei der allerbesten Idee klar sein muss, dass es auch hier keine Garantie für ausreichende Mittel gibt. Und: Natürlich sollte man die App auch installieren, wenn man auf der anderen Seite sitzt und niedrigschwellig Geld investieren möchte.

Die Nachrichtenlage

Selbst wenn es auf der Welt verhältnismäßig ruhig zugeht, könnte man beim Blick auf eine beliebige Nachrichtenseite den Eindruck gewinnen, dass das genaue Gegenteil der Fall wäre. Und wehe, wenn wirklich etwas passiert, dann kommen die Meldungen Schlag auf Schlag.

Bloß: Für die meisten Young Professionals ist dieses „Hintergrundrauschen“ der Nachrichtenlage reichlich uninteressant; für sie zählen andere News – solche, die nur selten mit wenigen Klicks auf den Mainstream-Portalen zu finden sind. Rechnet man dann noch hinzu, dass je nach Plattform mehr oder weniger stark thematisch gewichtet wird, geht sehr schnell der Überblick auf der Suche nach „seinen“ Nachrichten verloren.

Auch dieser Störfaktor rief natürlich App-Entwickler auf den Plan. In diesem Fall die News360 Inc. Sie erschuf schon vor etwa zehn Jahren das, was heute eine der erfolgreichsten Multi-News-Plattformen ist, News360. Dabei ist das kostenlose Programm weit mehr als eine App, die einfach nur Nachrichten aus verschiedenen Quellen anzeigt.

Viel mehr lässt sich News360 personalisieren, lernt durch Algorithmen, was sein Nutzer gern konsumiert – und liefert so von Klick zu Klick immer konkretere Ergebnisse, bis man wirklich nur noch das gezeigt bekommt, was man selbst sehen möchte.

Die Login-Verwaltung

Wir leben in einer Zeit, in der selbst Normalverbraucher oft mehr als ein Dutzend Accounts und Passwörter haben. Als Profi scharrt man jedoch binnen kürzester Zeit ein Vielfaches davon zusammen – und Abkürzungen, etwa das Verwenden einheitlicher Account-Namen oder Passwörter, sind aus Sicherheitsgründen einfach nicht drin; doppelt und dreifach, wenn es um das Berufliche geht.

Auch die Verwaltung von Login-Daten gehört zu jenen Themenkomplexen, die mit sehr vielen Apps aufwarten können. Doch abermals muss hier Sicherheit an oberster Stelle stehen. Und da wird immer wieder das Unternehmen AgileBits Inc. mit seinem Programm 1Password hervorgehoben.

Dabei hat die App nicht nur den Vorteil, kostenlos zu sein und sich optisch gut in die iOS-Umgebung zu integrieren. Sie ist auch angenehm simpel gehalten, bietet keine überflüssigen Features. Account, Name, Passwort, fertig. Dafür gabs auch schon einen Webby-Award – den Oscar der digitalen Szene.

Kategorie: App Store

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