COVID-19 Kontaktmessung FAQ: Apple und Google erklären das neue System

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Vor kurzem kündigten Apple und Google eine gemeinsame Initiative zur Einführung eines einheitlichen Systems zur COVID-19 Kontaktmessung an, das sowohl mit iOS als auch mit Android funktioniert. In der vergangenen Woche haben wir Einzelheiten über die Funktionsweise sowie den Rollout besprochen und heute haben wir einige Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Kontaktmessung für euch. Besonders interessant ist hierbei das Thema Datenschutz.

Wie funktioniert das System?

Entwickler auf der ganzen Welt arbeiten an neuen Apps und Technologien, um die COVID-19-Pandemie bestmöglich einzuschränken und das Leben der Menschen zu erleichtern. Am 10. April 2020 kündigten Google und Apple eine zweiphasige Lösung zur Expositionsmeldung an, die Bluetooth-Technologie auf mobilen Geräten nutzt, um die Suche nach Kontaktpersonen zu erleichtern. Sobald das System aktiviert wird, senden die Geräte der Benutzer regelmäßig ein Signal über Bluetooth aus, das eine die Privatsphäre schützende Kennung enthält – hierbei handelt es sich im Grunde um eine Reihe von Zufallszahlen, die nicht an die Identität des Benutzers gebunden sind und sich alle 10 bis 20 Minuten ändern, um zusätzlichen Schutz zu bieten. Andere Geräte werden nach diesen Signalen Ausschau halten und ihre ebenfalls senden. Wenn jedes Smartphone ein weiteres Signal empfängt, zeichnet es dieses auf und speichert sie sicher auf dem Gerät.

Mindestens einmal pro Tag lädt das System eine Liste der Sender herunter, deren Zugehörigkeit zu Personen, die von der zuständigen Gesundheitsbehörde als positiv für COVID-19 bestätigt wurden, überprüft wurde. Jedes Gerät vergleicht die Liste, die es aufgezeichnet hat, mit der vom Server heruntergeladenen Liste. Wenn es eine Übereinstimmung zwischen den auf dem Gerät gespeicherten Daten und der Positiv-Diagnoseliste gibt, kann der Benutzer bezüglich eines möglichen Kontaktes benachrichtigt und zu den nächsten Schritten beraten werden.

Um diese Lösung in der ersten Phase zu unterstützen, werden beide Unternehmen Programmierschnittstellen (APIs) freigeben, die es den Apps der Gesundheitsbehörden zur Kontaktverfolgung ermöglichen, über Android- und iOS-Geräte hinweg zu arbeiten und gleichzeitig die Privatsphäre der Benutzer zu wahren. Diese Apps der Gesundheitsbehörden werden den Benutzern über ihre jeweiligen App-Stores zum Download angeboten. Die APIs sollen den Entwicklern ab dem 28. April zur Verfügung stehen.

In der zweiten Phase, die in den kommenden Monaten verfügbar sein wird, wird die Funktionalität direkt in die zugrundeliegenden Plattformen integriert. So wird die Interaktion mit einem breiteren Ökosystem möglich, was für den Erfolg der Ermittlung von Kontaktpersonen von entscheidender Bedeutung ist.

Hier haben wir euch weitere Erkenntnisse aus dem neuen FAQ zusammengefasst:

  • Apple und Google bezeichnen die „Kontaktmessung“ bzw. „Kontaktverfolgung“ nun als „Expositionsbenachrichtigung“ („exposure notification“), was nach Ansicht der Unternehmen die Funktionalität ihrer kommenden API besser beschreibt.
  • Nur die Gesundheitsbehörden haben Zugang zu dieser Technologie, und ihre Apps müssen bestimmte Kriterien in Bezug auf Datenschutz, Sicherheit und Datenkontrolle erfüllen.
  • Benutzer haben die ausdrückliche Wahl, ob sie das System einschalten und verwenden möchten oder nicht.
  • Der Standort wird nie erfasst, sondern nur die unmittelbare Nähe durch Bluetooth-Signale ermittelt. Die einzigen relevanten Daten sind, dass ein Benutzer mit jemandem in Kontakt war, der später positiv auf COVID-19 getestet wurde.
  • Die Bluetooth-Metadaten werden verschlüsselt, wodurch es für jemanden schwieriger wird, zu versuchen, diese Informationen zur Identifizierung einer Person zu verwenden.
  • Die Codes werden jetzt nach dem Zufallsprinzip generiert und nicht mehr von einem temporären Tracing-Schlüssel abgeleitet, wodurch es für jemanden schwieriger wird, zu erraten, wie die Schlüssel abgeleitet werden, und diese Informationen zu verwenden, um Personen zu verfolgen.
  • Die Gesundheitsbehörden können einen Mindestschwellenwert für die Zeit festlegen, die bestimmt, ab wann ein Kontakt mit einer Person gewertet wird.
  • Die Daten zur Ermittlung von Kontaktpersonen werden nur auf dem Gerät des Benutzers gespeichert.
  • Es wird keine Monetarisierung für die Daten zur Ermittlung von Kontaktpersonen geben.

Das umfangreiche FAQ stellt Apple als PDF auf einer COVID-19 Sonderseite zur Verfügung.

Kategorie: Apple

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