djay Pro AI: Update bringt künstliche Intelligenz zum Trennen von Audioelementen in Echtzeit

| 18:44 Uhr | 1 Kommentar

Algoriddim, die Entwickler hinter den beliebten djay-Apps für iPhone, iPad, Mac und Co, haben ihrer djay-App für iOS ein großes Update verpasst. Diese hört ab sofort auf den Namen djay Pro AI.

djay Pro AI ist da

Ab sofort können Anwender djay Pro AI aus dem App Store herunterladen. Das Highlight des Updates besteht ohne wenn und aber im „Neutral Mix“. Algoriddims bahnbrechende KI-Technologie ist damit in der Lade Gesangs- und Instrumentalspuren in Echtzeit aus Songs zu separieren. Dies bietet DJs völlig neue Möglichkeit bei ihren Mixes, so die Entwickler.

Neural Mix

  • Separiere Gesangs-, Schlagzeug- und Instrumentalspuren
  • Remixe Beats, Basslinien, Melodien oder den Gesang zweier Songs
  • Swap-, Solo- and Mute-Funktionen
  • Wechsle zwischen Instrumental and Acappalla eines Songs
  • AI Multi-Track Waveforms

Grundsätzlich steht djay Pro AI kostenlos im Apple App Store bereit. Um Neural Mix nutzen zu können bedarf es jedoch eines Abos (Monatlich €4.99 & jährlich €39.99). Für das beste Erlebnis empfehlen die Entwickler ein iOS-Gerät mit einem A12 Bionic Chip (oder neuer).

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‎djay - DJ App & AI Mixer
‎djay - DJ App & AI Mixer
Entwickler: algoriddim GmbH
Preis: Kostenlos+

Kategorie: App Store

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1 Kommentare

  • Vreckan Music

    Ich habe die Software mit verschiedenem Audio-Material getestet und kann bestätigen, dass sie bestenfalls als Spielzeug durchgeht. Ich kann tatsächlich auch keine AI o.ä. erkennen, sondern lediglich eine mehr schlecht als recht funktionierende Spektralanalyse auf drei Frequenzbändern.

    Die Ergebnisse befriedigen nicht. Sie sind für Remixe – und selbst für „On the fly“-Mix im Club – nahezu ungeeignet. Am ehesten kann man die App noch als Karaoke-Player mit mittelmäßiger Klangqualität nutzen. Cleane Accapellas lassen sicht nicht extrahieren – ganz gleich, welche Komplexität das Quellmaterial aufweist und welche Musikrichtung gewählt wurde.

    Die weiteren Funktionen der Software sind sehr begrenzt. Es gibt keine Einflussmöglichkeit auf Ebene des Quellmaterials – beispielsweise um manuelle Korrekturen vorzunehmen oder die Separation zu optimieren.

    Der integrierte Pitch-Shifter klingt nur peinlich. Wer auf Schlumpf-Sound steht, kann ihn nutzen. Die Veränderung der Wiedergabegeschwindigkeit ist nicht der Rede wert.

    Ansonsten bleibt nur selektives Muting und Lautsträkeveränderung. Für 54,99 EUR Verkaufspreis nicht genug. Würde die App 3,99 EUR kosten, wäre das dem Entwicklungsaufwand sicher nicht angemessen – schön aussehen tut sie ja – dem Wert jedoch schon. Wer davon träumte, ohne großen Aufwand aus komplexem Material die Vocal-Spur oder die Beats zu extrahieren, der wird mit nahezu 100% Sicherheit enttäuscht.

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass Algoriddim die Software noch verbessert. Schließlich ist das grundlegende Funktionsprinzip spätestens seit Melodyne und Capo nicht besonders neu. Es muss dann aber einiges verbessert werden… Und vor allem müsste – sofern es wirklich ein AI-Modell gibt – dessen Trainings-Datenbank signifikant erweitert werden, um halbwegs brauchbare Ergebnisse liefern zu können. Wie das aber mit Blick auf das eher spärliche Accapella-Angebot bekannter Hits gehen soll, wird sich zeigen…

    Bis dahin – das ist zwar nicht so „ganz“ gas Gleiche – lohnt sich ein Blick auf die „Stems“-Technologie von Native Instruments. Dort sind die separierten Spuren direkt eingebaut und diese können mit passender Software dann auch direkt genutzt werden. Klingt sagenhaft!

    18. Nov 2020 | 21:44 Uhr | Kommentieren

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