Apple warnt das Weiße Haus vor den schwerwiegenden Folgen eines WeChat-Verbots

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Apple ist eines von mehr als einem Dutzend US-Unternehmen, die diese Woche die Trump-Administration vor den Auswirkungen eines Verbotes von WeChat auf ihren Plattformen gewarnt haben. Apple würden durch ein Verbot der chinesischen App seitens der US-Regierung Wettbewerbsnachteile in China drohen. Die Folgen könnten „schwerwiegend“ sein, wie zuletzt auch Analyst Ming Chi Kuo erklärte.

WeChat-Verbot könnte für Apple zum Problem werden

US-Präsident Donald Trump will in den USA Apps und Dienste verbieten, die in China angesiedelt sind, wie dies bei WeChat von Tencent der Fall ist. Dies hätte nicht nur in den USA Auswirkungen, sondern auch in anderen Ländern. So verbietet die Verordnung den US-Unternehmen alle Transaktionen mit den chinesischen Diensten. Sollte Apple WeChat aufgrund eines Verbotes weltweit nicht mehr in seinem App Store anbieten dürfen, würde dies iPhones in China in ihrer Funktion stark beschneiden.

WeChat ist die führende App für Nachrichtenübermittlungen in China. Die App wird auch in großem Umfang für Zahlungen, E-Commerce, Marketing und mehr genutzt. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass der Dienst eine ständige Präsenz im modernen chinesischen Leben eingenommen hat und dass jedes Smartphone ohne Zugang zu ihm in dem Land ein extrem schwer zu verkaufendes Gerät wäre.

Dies bedeutet, dass ein Verbot Apple als US-Unternehmen, das auf dem größten Mobilfunkmarkt der Welt keine brauchbaren Smartphones mehr anbieten könnte, offensichtlich direkt schaden würde. Ein App Store ohne WeChat wäre für das iPhone in China ein noch größeres Problem als das Fehlen von Google-Diensten für Huawei anderswo.

Mit der Problematik haben auch andere Unternehmen zu kämpfen, deren Geschäft mit vom Erfolg auf den chinesischen Markt abhängig ist. „Mehr als ein Dutzend“ Unternehmen sollen sich neben Apple (darunter Ford, Walmart und Disney) am Dienstag an einem Telefongespräch mit Beamten des Weißen Hauses beteiligt haben, bei dem die Unternehmen die nachteiligen Folgen erklärten, die ein Verbot von WeChat für ihre eigenen Unternehmen haben könnte.

Die Verordnung wurde am Donnerstagabend von Trump unterzeichnet und blockiert „alle Transaktionen, die mit WeChat in Zusammenhang stehen“. Sie soll in einigen Wochen in Kraft treten, aber aufgrund ihrer breiten Formulierung gibt es immer noch viel Verwirrung über die beabsichtigte Reichweite des Verbots. Ein Grund für den Aufruf zwischen dem Weißen Haus und den US-Unternehmen war laut dem Wall Street Journal auch der Versuch, diesbezüglich Klarheit zu schaffen.

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