Streit um Fortnite: Epic CEO Tim Sweeney will „Grundfreiheiten für alle Verbraucher und Entwickler“

| 11:45 Uhr | 3 Kommentare

Tim Sweeney, CEO von Epic Games, hat auf seinem persönlichen Twitter-Account eine Reihe von öffentlichen Kommentaren zu dem Rechtsstreit veröffentlicht, den der Fortnite-Erfinder mit Apple eingeleitet hat. In dem vierteiligen Thread erklärt Sweeney, dass es bei dem Kampf nicht um Geld gehe. Vielmehr behauptet er, dass Epic für die Grundfreiheiten aller Konsumenten und Entwickler kämpft. Wer es glauben mag…

Fortnite gegen Apple und Google

Epic legt sich mit den großen mobilen Plattformen an. Im Fokus der aktuellen Streitigkeiten steht abermals die 30 Prozent Abgabe im App Store und Google Play Store. In der jüngsten Fortnite-Version hatte Epic eine alternative Bezahlmöglichkeit integriert, um Apples und Googles Zahlungsabwicklung zu umgehen.

Dabei wirkt das Vorgehen wie eine gut durchgeplante Kampagne gegen Apple und Google. Nachdem Apple Fortnite aufgrund des Regelverstoßes aus dem App Store geworfen hatte, hielt der Spieleentwickler bereits ein Video parat, das Apples ikonischen Werbespot „1984“ parodiert, dazu forderte Epic die Kunden auf, sich bei Apple mit dem Hashtag #FreeFortnite zu beschweren. Eine Aktion, die durchaus Wirkung zeigt. So hat das Spiel eine große Fangemeinde, die dem Aufruf nachkommt. Natürlich folgten die obligatorischen Klagen, in der Apple und Google vorgeworfen wird, den Vertrieb von Software widerrechtlich monopolisiert zu haben.

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Nun legt Epic CEO Tim Sweeney nach und erklärt via Twitter das Vorgehen aus seiner Sicht:

„Auf der grundlegendsten Ebene kämpfen wir für die Freiheit der Leute, die Smartphones gekauft haben, Apps aus Quellen ihrer Wahl zu installieren, für die Freiheit der Entwickler von Apps, diese nach Belieben zu verbreiten, und für die Freiheit beider Gruppen, direkt Geschäfte zu machen. Das wichtigste gegensätzliche Argument ist: Smartphone-Hersteller können tun, was immer sie wollen. Dies ist eine schreckliche Vorstellung. Wir alle haben Rechte, und wir müssen dafür kämpfen, unsere Rechte gegen jeden zu verteidigen, der sie uns verweigern will. Auch wenn das bedeutet, gegen ein beliebtes Unternehmen wie Apple zu kämpfen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Sweeney seine Meinung medienwirksam präsentiert. Zuletzt legte er sich mit dem Konkurrenten Valve an, der mit Steam ebenfalls den marktüblichen Satz von 30 Prozent an Store-Gebühren für den Vertrieb von Spielen verlangt. Passend hierzu startete Epic eine eigene Distributionsplattform, die für Entwickler bessere Konditionen bereithält.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • TechnikDieBegeistert

    Wird Zeit, dass Fortnite wieder von der Bildfläche verschwindet, damit sich dieser Typ nicht mehr so wichtig nimmt. Soll er halt eigene Smartphones und Tablets bauen, ein eigenes OS entwickeln und einen eigenen Store nebst Infrastruktur auf die Beine stellen. Dann merkt er ganz schnell was da für Aufwände und Kosten auf einen zukommen.
    Aber das weiß er natürlich. Ist ihm nur egal. Er will nur mehr Profit machen als ihm zusteht. Gut, dass jetzt immer mehr Alternativen gibt.

    16. Aug 2020 | 13:54 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Wenn ich den Service oder Räumlichkeiten von jemanden in Anspruch nehme
    zahle ich dafür zB. Miete. Umsonst ist auf dieser Welt nicht mal der Tod.
    Das sollte auch ein Herr Sweeney wissen , bevor er öffentlich dummes Zeug redet.

    16. Aug 2020 | 19:44 Uhr | Kommentieren
  • Peter

    Genau! Weit über eine Milliarde durch in App-Käufe in diesem Abzocker Spiel kassieren, aber Öko-System zum Vertrieb auf allen Kanälen gratis haben wollen. Dieser Mensch ist ja nicht mehr Zurechnungsfähig!

    Dieses Spiel und diese Firma gehört mit ihrer Geldgier und Missachtungen, abgeschafft!

    17. Aug 2020 | 10:39 Uhr | Kommentieren

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