Apple Store Richtlinien: Epic Games attackiert Apple – Facebook provoziert

| 11:24 Uhr | 2 Kommentare

Die App Store Richtlinien stehen weiterhin im Fokus. Den Streit zwischen Apple und Epic Games haben wir in den letzten Tagen bereits intensiv begleitet. Nun wird das nächste Kapitel aufgeschlagen. Auch Facebook meldet sich zu Wort und provoziert Apple.

Epic Games macht Apple verantwortlich

Jahrelang hat Epic Games die App Store Richtlinien akzeptiert und viel Geld mit den Einnahmen über den App Store erzielt. Mittlerweile stören sich die Entwickler jedoch an der 30 Prozent Abgabe an Apple. Kurzerhand implementierte man eine direkte Bezahlmöglichkeit in Fortnite, was zur Folge hatte, dass Apple (und auch Google) das Spiel aus dem App Store bzw. Google Play Store warf. Ein Gericht untermauerte, dass Apples Vorgehen legitim ist.

Ab sofort steht Saison 4 für Fortnite zur Verfügung. Allerdings erreicht das Update nicht Fortnite für iOS und macOS. Genau dafür macht Epic Games nun Apple verantwortlich. In einer Mail an Anwender informieren die Entwickler darüber. In der E-Mail macht Epic Games die App Store- Gebühren von Apple für die Nichtverfügbarkeit neuer Inhalte verantwortlich. Apple selbst hatte bestätigt, dass Fortnite in den App Store zurückkehrt, sobald Epic Games die Richtlinien einhält.

Es liegt in unseren Augen ausschließlich an Epic Games, dass die Inhalte für Fortnite Spieler (iOS und macOS) vorenthalten werden. Epic Games hat ganz bewusst gegen die App Store Richtlinien verstoßen und den aktuellen Zustand herbeigeführt. Es ist durchaus legitim, dass die Entwickler die 30 Prozent Abgabe als zu hoch empfinden. In unseren Augen wäre es der klügere Weg gewesen, das Ganze gerichtlich überprüfen zu lassen und dann zu reagieren. So trägt man den Kampf auf dem Rücken der Anwender aus.

Facebook provoziert

Vor zwei Wochen hatte Facebook angekündigt, dass man Unternehmen, Entwicklern, Pädagogen und Medienverlegern die Möglichkeit geben wird, mit Online-Veranstaltungen auf Facebook Geld zu verdienen. Seiteninhaber können ein Online-Event erstellen, einen Preis festlegen, für das Event werben, Zahlungen einziehen und das Event an einem Ort veranstalten.

Um kleine Unternehmen und Entwickler zu unterstützen, wird Facebook zumindest für das nächste Jahr keine Gebühren für bezahlte Online-Events erheben. Bei Transaktionen im Internet und auf Android in Ländern, in denen man Facebook Pay eingeführt hat, behalten kleine Unternehmen 100% der Einnahmen, die sie mit bezahlten Online-Veranstaltungen erzielen.

Parallel dazu hatte man Apple gebeten, auf die Abgabe der 30 Prozent zu verzichten. Allerdings wurde die Anfrage seitens Apple abgelehnt. Genau diesen Umstand wollte Facebook in der App klar dokumentieren und die 30 Prozent Abgabe an Apple erwähnen. Ein solcher Hinweis verstößt jedoch gegen die App Store Regeln. Apple hat das von Facebook eingereichte Update mit dem Hinweis abgelehnt, dass es irrelevante Informationen enthält.

Ganz ehrlich? Genau darauf hatte es Facebook vermutlich auch angelehnt. Dem sozialen Netzwerk dürfte dieser Umstand im Vorfeld klar gewesen sein. Nichtsdestotrotz entschied man sich dazu, Apple zu provozieren. Auch hier kann man sicherlich geteilter Meinung sein, ob ein solcher Hinweis erlaubt sein sollte, oder eben nicht. Nichtsdestotrotz ist dies aktuell in den App Store Richtlinien verankert und Facebook hat sich bewusst entschieden, gegen diese zu verstoßen.

Das begleitende Statement von Facebook liest sich wie folgt

„Mehr denn je sollten wir jetzt die Möglichkeit haben, den Menschen zu helfen, zu verstehen, wohin das Geld, das sie für kleine Unternehmen vorsehen, tatsächlich fließt“, sagte Facebook in einer Erklärung gegenüber Reuters. „Leider hat Apple unsere Transparenzmitteilung bezüglich der 30-Prozent-Steuer abgelehnt, aber wir arbeiten immer noch daran, diese Informationen in der App verfügbar zu machen.“

2 Kommentare

  • T/r

    Facebook zahlt nicht einen Cent an Apple also sollte Facebook mal sich ganz weit hinten anstellen aber ganz am Ende der Warteschlange!

    28. Aug 2020 | 12:37 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Facebook diese scheinheilige Firma sollte uns lieber mal sagen was sie mit ubseren Daten machen.
    Da würde ich mal ganz kleine Brötchen backen.

    28. Aug 2020 | 14:30 Uhr | Kommentieren

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