Fortnite-Streit: Apple und Epic entscheiden sich gegen einen Geschworenenprozess

| 13:31 Uhr | 2 Kommentare

Apple und Epic haben sich darauf geeinigt, dass der kommende Rechtsstreit in einem Gerichtsverfahren von einem Richter und nicht von einer Jury entschieden werden soll. Eine Entscheidung könnte sich jedoch noch hinauszögern, denn das Verfahren wird voraussichtlich erst im Juli 2021 aufgenommen.

Gerichtsverfahren im Fortnite-Streit

Epic und Apple befinden sich bekanntlich in einer recht hitzigen Auseinandersetzung. Der Spieleentwickler hatte in Fortnite eine direkte Bezahlmöglichkeit implementiert, um die 30 Prozent Abgabe an Apple zu umgehen. Dies verstößt allerdings gegen die App Store Richtlinien. Daraufhin entfernte Apple Fortnite aus dem App Store und Epic klagte.

In einem am Dienstag eingereichten Gerichtsantrag erklärten die Unternehmen nun, dass nach einer Beratung sowohl die Ansprüche von Epic als auch die Gegenansprüche von Apple durch das Gericht entschieden werden sollen. In einer Gegenklage hatte Apple ursprünglich einen Geschworenenprozess beantragt. Die zuständige Richterin sagte den beiden Unternehmen jedoch, dass sie nicht in zwei getrennten Fällen vor Gericht gehen wolle. Apple zog daraufhin den Antrag zurück. Somit wird der Rechtsstreit nun von einem Richter entschieden. Bis es so weit ist, werden die Beteiligten jedoch noch Geduld beweisen müssen, denn das Verfahren wird voraussichtlich erst im Juli 2021 aufgenommen.

Es gab Anfang dieser Woche bereits eine Anhörung über eine einstweilige Verfügung zwischen Epic und Apple, die eine vorzeitige Rückkehr von Fortnite in den App Store behandeln sollte. Während dieser Anhörung schlug die Richterin vor, dass ein Geschworenenprozess angemessen sein könnte, um ein endgültiges Urteil zu gewährleisten, das besser in der Lage ist, einer Berufung standzuhalten. Unter den gegebenen Umständen haben Apple und Epic jedoch abgelehnt.

Im Zuge der vergangenen Anhörung kritisierte die Richterin Epic mehrmals wegen seiner mutwilligen Missachtung von Apples Richtlinien. Sie erinnerte Epic daran, dass das Unternehmen den Konflikt ausgelöst habe. Ein kalkulierter Rechtsbruch darf kein Mittel zum Zweck sein, so die Richterin.

(via MacRumors)

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Gast

    Alle großen Anbieter wollen die Verträge sogar noch verschärfen um
    die 30% sicher durchsetzen zu können.
    Ich finde Epic und Spotify gehen hier sichtlich zu weit und sollten
    von Gerichten dementsprechend bestraft werden.
    Nach meiner Meinung ist die Abgabe von 30% fair und gerecht.
    Die Firmen haben den Aufbau und die Grundlagen geschaffen
    damit die Softwarehersteller es heute so einfach haben.
    Dazu kommt noch die mega Werbung die allein schon die 30%
    rechtfertigen. Werbung wird immer schwieriger und aufwendiger.
    Sollte die EU mit ihren neuen Vorgaben sich durchsetzen könnte
    Google , Apple oder andere Anbieter von Softwarestores auch 50%
    und mehr nehmen. Kleine Firmen werden sich ohne die Hilfe von
    Apple Store oder Google Store nicht mehr verbreiten können.
    Ich finde das die Softwareentwickler das noch nicht richtig
    in ihrer Planung haben , Werbung wird in den nächsten Jahren
    mega teuer und wenn diese großen Stores weiter gezwungen werden
    auf gewinne zu verzichten wird es für kleine Entwickler ohne die
    Hilfe ganz ganz schwer.
    Betet das Epic nicht gewinnt .

    30. Sep 2020 | 13:53 Uhr | Kommentieren
    • Peter

      EPIC hat, trotz App-Store 30% über eine Milliarde den Leuten aus den Taschen gezogen für ihr Fortnite Spiel. Diese widerliche Geldgier dieser Firma gehört ein Riegel vorgeschoben. Man kann nicht einen Vertrag annehmen, sich die Taschen vollstopfen und am Ende sagen, wir brechen den Vertrag, denn wir wollen noch mehr stopfen. Wir wollen euer Ökosystem weiter nutzen für unsere Zwecke – denn wir verdienen uns ja dumm und dämlich im App-Store – aber EUCH (Apple) wollen wir dafür nichts mehr bezahlen. So sieht die Wahrheit aus und nicht anders!

      30. Sep 2020 | 14:10 Uhr | Kommentieren

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