US-Kartellamt: App Store gibt Apple „Monopolmacht“ – Apple antwortet

| 14:20 Uhr | 4 Kommentare

Nach einer 16-monatigen kartellrechtlichen Untersuchung, in die auch die Aussagen einiger der größten CEOs der Technologiebranche einflossen, empfiehlt der Wettbewerbs-Unterausschuss größere Änderungen der Kartellgesetze. Diese könnten für Unternehmen wie Apple, Amazon, Facebook und Google große Auswirkungen haben. Hierbei wirft das US-Repräsentantenhaus unter anderem Apple vor, dass das Unternehmen mit dem App Store eine „Monopolmacht“ auf iOS erhält.

Apple, Google, Facebook und Amazon geraten unter Druck

Apple, Google, Facebook und Amazon stehen nun schon länger unter einem wachsamen Auge der Wettbewerbsbehörden. Im Mittelpunkt steht die Marktmacht der vier Tech-Giganten und ob diese potenziell wettbewerbswidrig handeln.

Der Wettbewerbs-Unterausschuss hat nun einen 450-seitigen Bericht veröffentlicht, in dem die Ergebnisse mehrerer Anhörungen, Interviews und mehr als 1,3 Millionen Dokumente hervorgehoben werden. Der Bericht enthält auch Empfehlungen für neue Kartellgesetze.

Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Förderung eines fairen Wettbewerbs auf digitalen Märkten, die Stärkung der Gesetze im Zusammenhang mit Fusionen und Monopolisierung sowie eine strenge Aufsicht und Durchsetzung des Kartellrechts. Weiterhin wird erklärt, dass marktbeherrschende Unternehmen ihre Dienste auch mit Wettbewerbern kompatibel machen und Nutzern die Übertragung ihrer Daten ermöglichen sollten.

Der Bericht widmet sich auch speziell den einzelnen Konzernen. Bezüglich Apple argumentiert man, dass das Unternehmen die Art und Weise, wie Apps auf iOS-Geräten verteilt werden, ausgenutzt hat, um den Wettbewerb mit anderen Diensten zu reduzieren. In dem Bericht wird auch Amazon für den Umgang mit seinem Online-Shop-Betrieb, Facebook für die Kontrolle von Online-Werbung und Google für die Dominanz bei Online-Suchergebnissen kritisiert.

Mittlerweile hat sich Apple gegenüber MacRumors zu dem Thema geäußert. Hierbei erklärt das Unternehmen, dass man mit den Schlussfolgerungen des Berichts in Bezug auf Apple nicht einverstanden ist. Hier die Stellungnahme:

„Wir haben immer erklärt, dass eine Überprüfung vernünftig und angemessen ist, aber wir sind mit den Schlussfolgerungen, die in diesem Bericht in Bezug auf Apple gezogen werden, keineswegs einverstanden. Unser Unternehmen hat in keiner Kategorie, in der wir tätig sind, einen dominierenden Marktanteil.

Seit seinen Anfängen vor 12 Jahren mit nur 500 Apps haben wir den App Store zu einem sicheren und vertrauenswürdigen Ort für Nutzer aufgebaut, an dem sie Apps entdecken und herunterladen können, und er wurde zu einem unterstützenden Ort für Entwickler, an dem sie Apps erstellen und weltweit verkaufen können. Heute beherbergt der App Store fast zwei Millionen Apps und hat dieses Versprechen eingelöst und die höchsten Standards für Datenschutz, Sicherheit und Qualität erfüllt.

Der App Store hat neue Märkte, neue Dienstleistungen und neue Produkte ermöglicht, die vor einem Dutzend Jahren noch unvorstellbar waren, und die Entwickler haben in erster Linie von diesem Ökosystem profitiert. Allein in den Vereinigten Staaten hat der App Store im vergangenen Jahr den Handel in Höhe von 138 Milliarden US-Dollar ermöglicht, wobei mehr als 85 Prozent dieses Betrags allein auf Entwickler von Drittanbietern entfielen. Die Provisionssätze von Apple liegen fest im Standard der Provisionssätze anderer App Stores und Gaming-Marktplätzen.

Wettbewerb treibt die Innovation an, und Innovation hat uns bei Apple schon immer definiert. Wir arbeiten unermüdlich daran, unseren Kunden die besten Produkte zu liefern, bei denen Sicherheit und Datenschutz im Mittelpunkt stehen, und wir werden dies auch weiterhin tun.“

Kategorie: Apple

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4 Kommentare

  • Gast

    Keine Ahnung was für Pappnasen da im Repräsentantenhaus sitzen , wer da im
    Kartellamt sein Unwesen treibt oder in der EU seine Fäden zieht möchte.
    Information :
    Als Monopol wird in der Wirtschaft eine Marktform genannt , bei der nur
    ein Anbieter vorhanden ist. Ist weder bei Amazon noch bei Google und
    schon gar nicht bei Apple der Fall.
    Bei Apple kommt noch hinzu das sie weder die Einzigen noch über eine
    große Marktmacht verfügen da ihr Marktanteil noch deutlich unter 30%
    liegt somit liegt nicht mal im Ansatz ein Monopol für.
    Ich fürchte hier gehts der Politik weder um Bürger oder Monopole oder
    Preisgestaltung sonder nur um ihre eigene Macht die sie mehr und mehr
    schwinden sehen und hier noch schnell die Notbremse zu ziehen
    wollen , bevor ein noch größerer Teil des Volkes erkennt das sie eigentlich
    nutzlos und überflüssig sind .

    07. Okt 2020 | 16:14 Uhr | Kommentieren
    • Jack68

      Du hast offenbar weder den Artikel gelesen noch im Ansatz verstanden, worauf der Ausschuss abzielt. Nochmal: „Bezüglich Apple argumentiert man, dass das Unternehmen die Art und Weise, wie Apps auf iOS-Geräten verteilt werden, ausgenutzt hat, um den Wettbewerb mit anderen Diensten zu reduzieren.“ Es geht also keinesfalls um Marktanteile bei Smartphones, sondern um den App Store als einzige praktikable Möglichkeit für Endanwender die Apps auf das Endgerät zu bekommen.

      07. Okt 2020 | 16:37 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Das ganze Kartell Zeug ist einfach nur lachhaft.

    Bitte demnächst zu VW gehen und von den Verlangen ein Mercedes Motor einbauen zu lassen. Kann ja wohl nicht sein das man das nicht darf -_-

    07. Okt 2020 | 18:22 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Jack68….
    ich denke du hast es nicht verstanden , Apple , Google oder Facebook sind doch nur Platzhalter
    für ein Problem was sich Macht nennt. Die Politiker verlieren ihre Macht , sie geben diese
    langsam aber sicher an die CEOs der Superfirmen ab.
    Klar das ihnen das nicht gefällt und sie machen was dagegen . Das hat aber rein gar nichts
    mit Monopolen oder den Märkten oder Menschen im allgemeinen zu tun.
    Jack68 , ich kenne keinen Politiker der sich um irgendwelche Menschen kümmert , interesse
    an einer Situation oder wie bei diesem Problem hat er nur wenn es ihm was bringt . In welcher
    Form auch immer.
    Mal sehen. wer den Machtkampf gewinnt
    Gegen die EU hat Apple gewonnen (13,8Miliarden€) jetzt geht es in die 2te Runde.
    Ist aber nur meine Meinung.
    In Amerika ist das Repräsentantenhaus die zweite Reihe der Politik und
    wie kann man sich da profilieren …..mit solchen Anklagen. So erreicht man das Volk
    und damit die Wähler.

    07. Okt 2020 | 20:47 Uhr | Kommentieren

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